Keywords finden und nutzen – Was du über Keywords und Keyworddichte wissen musst

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Keywords, was waren eigentlich noch einmal Keywords?

Also ganz früher waren die Keywords als Meta-Tag hinterlegt. So konnte jeder Blogger selbst wählen, welche Keywords seine Seite perfekt beschreiben. Das führte früher oder später zu Spam bei Google und außerdem wurde die Suchmaschine immer cleverer, ließ sich also nicht mehr so einfach täuschen, sondern suchte sich die Keywords ganz einfach selbst heraus.

Inzwischen scannt Google den gesamten Content und Code, berücksichtigt Links, Nutzerverhalten und vieles mehr, doch die richtigen Keywords sind nach wie vor noch sehr wichtig. Ist ja auch klar, denn wenn ich nach einer Seite zum Thema Autos, speziell dem VW Golf suche, wird das Keyword »VW Golf« natürlich zwangsläufig irgendwann erscheinen und eingeben werde ich selbiges bei Google auch. Keywords sind also noch lange nicht abgeschrieben.

Demnach ist es wichtig die richtigen Keywords für seinen Artikel zu finden, doch anders als früher dient dies nicht dem Keyword-Spamming, sondern ganz allgemein dem Content. Rund um das Keyword Inhalte erschaffen, das bringt Erfolg. Wie das geht, erfahrt ihr nun hier.

Keywords nutzen heißt heute ein Thema abzudecken

Prinzipiell bin ich ein sehr skeptischer Blogger. Ich glaube nicht alles was SEOs sagen und habe für mich herausgefunden, dass es oft mehr Theorien sind. Ein bisschen so wie in der Wissenschaft. Es gibt viele Theorien, einige sind auch wirklich einleuchtend, teilweise belegbar oder auch nur logisch, doch so hundertprozentig ist irgendwie nichts von allem und am Ende bleibt das große Unbekannte, in diesem Fall Google. Also relativiere ich alles was SEOs sagen zunächst einmal stark, denn letztendlich ist vieles nur Theorie.

Die meinen nämlich, dass eine hohe Keyworddichte nicht mehr zwangsläufig wichtig ist. Ich dagegen sage, dass sich daran nur wenig geändert hat. Wenn mein Text über Autos geht, kommt auch das Keyword »Auto« vor und je detaillierter er ist, desto mehr Fachbegriffe fallen in direkter Verbindung.

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Hier ist auch der gleich Unterschied zu früher festzustellen, denn heute geht es nicht mehr um das eine magische Keyword, sondern darum, auch Begriffe rund um das Keyword herum einzubauen. Rede ich über Autos, spezialisiere ich mich also auf den VW Golf, rede ich über VW Golf, spreche ich dagegen auch von speziellen Eigenarten oder dem Motor. Mehr Details um ein Keyword herum, das ist heute sehr wichtig geworden. SEOs nennen das oft holistische Texte, also Texte die ein Thema sehr detailliert beleuchten und alles dazu abdecken.

Zwei, drei Keywords reichen meist vollkommen aus

Aber warum sind Keywords nun so wichtig für Blogger. Ganz einfach, denn Artikel dürfen, wenn sie gut ranken sollen, kein Wischi-Waschi sein. Schon vor dem Schrieben solltet ihr euch daher überlegen, welche Keywords der potenziell interessierte Leser bei Google eingeben wird. Welche Suchphrasen interessieren ihn, was könnte ihn zum Thema interessieren, oder wie könnt ihr ihm weiterführende Informationen liefern? Wichtige Fragen, die schon vor der Erstellung gestellt werden müssen.

Dann solltet ihr euch fokussieren. Zwei, drei Keywords reiche meiner Meinung nach vollkommen aus und genau nach diesen sollte der Artikel nun geschrieben werden. Baut die Begriffe ein, sucht nach verwandten Wörtern oder ähnlichen Keywords, schreibt über alles was mit diesen beiden Wörtern in Verbindung steht. Fokussiert euch und versucht nicht alle Möglichkeiten in Sache Keywords abzudecken, sondern gezielt für die zwei, drei zu schreiben. Die können auch ruhig Longtail sein, denn Hauptkeywords sind meist sowieso schon stark besetzt.

Wer so schreibt, erreicht meist automatisch eine hohe Keyworddichte. Gestaltet euren Text aber auch sehr vorausschauend bezüglich weiterführender Themen. Alles was mit den Keywords in Verbindung steht, sollte zumindest erwähnt werden. Rankt der Artikel später gut, kann man diese Teile dann noch erweitern oder ausbauen.

Das richtige Keyword finden und zwar ohne SEO-Tools

Zunächst einmal: Der Keyword Planner von Google ist schon lange nicht mehr das was er mal war. Ja, es gibt viele Keyword-Tools, doch auch da schwanken die Zahlen zum Teil enorm. Am Ende ist das mit Tools immer so eine Sache und darauf zu vertrauen ist nicht immer so gesund.

Was dagegen wirklich hilft ist, sich einfach mal selbst zu fragen welche Keywords relevant sind. Was gebt ihr denn bei Google ein, wenn ihr danach sucht? Welche Fragen sind euch wichtig und welche Fragen könntet ihr im Artikel dementsprechend beantworten? Sowie zu guter letzt: Welches Keyword hat zwar nicht direkt damit zu tun, passt aber zum Thema, oder führt es weiter aus?

Meiner Erfahrung nach fahren Blogger damit deutlich besser, als sich blind auf Tools oder ähnliches zu verlassen. Außerdem bleiben die Texte so meist sehr natürlich, neutraler und sind am Ende daher auch einfach qualitativ besser.

Also nicht so viel Statistiken anschauen, sondern einfach mal typische Keywords bei Google eingeben und eventuell von der Auto-Vervollständigung inspirieren lassen. Aber nur, wenn ihr nicht eingeloggt seid und all eure Suchbegriffe sowieso schon personalisiert sind. Doch auch das zeigt nur, dass es das eine pauschale Keyword aus dem Tool, einfach nicht mehr bringt. Fragt euch immer selbst, denn vor dem Rechner sitzt ebenfalls ein Mensch und der fängt meistens bei Google und mit der entsprechenden Suchphrase an.

Wer übertreibt, fliegt gnadenlos raus

Wichtig ist außerdem, dass ihr es nicht übertreibt. Genau hier liegt die Kunst und genau daran scheitern häufig die Anfänger oder Neulinge. Der Text muss selbstverständlich trotz wissentlicher Nutzung wichtiger Keywords, weiterhin möglichst natürlich wirken. Die perfekte Keyworddichte ist ein Mythos, denn wenn ihr auf engem Raum übertreibt, kriegt auch Google das mit. Keyword-Spamming führt also nicht zum Erfolg. Schreibt lieber mit den Keywords im Hinterkopf, statt mit dem Zwang diese möglichst oft zu integrieren.

Meine Erfahrung zeigt hier deutlich, dass es oft nur ein Entweder-Oder gibt. Entweder ihr verwendet ein Keyword häufig und signalisiert Google, dass dieses euer Hauptkeyword ist. Oder ihr übertreibt es und zeigt Google damit, dass ihr einfach nur gut ranken wollt, was selbstverständlich so nicht funktioniert, da Google solche Texte dann eher abstuft, oder gar nicht erst in die Top 10 einziehen lässt.

Am effektivsten ist es also, damit zu üben. Versucht mal für ein eher unwichtiges Keyword zu ranken und spielt dann mit Updates an der Keyworddichte etc. herum, um die Auswirkungen zu sehen. Da aber auch darauf achten, dass es keine anderen Gründe gibt und dass Google in der Regel immer etwas braucht, um Änderungen entsprechend zu bewerten. Also immer erst einmal einige Wochen so lassen und schauen wo es hinführt, bevor ihr den Text dann noch einmal umschreibt und herausfindet was das für Konsequenzen hat. Lerning by doing bringt immer noch am meisten, wie ich finde.

Mein Tipp am Ende

Mein Tipp am Ende ist folgender. Denkt daran, dass Texte nicht automatisch gut ranken und dass bestimmte Wörter oder Wortgruppen durchaus wichtig sein können. Überbewertet das Ganze aber nicht, denn ein Text muss lesbar und sinnig bleiben.

Empfehlen würde ich euch trotzdem, schon vor dem Schreiben zu recherchieren, welche Keywords für das Thema wichtig sind und wo ihr eine reelle Chance habt zu ranken und nicht aufgrund zu hoher Konkurrenz untergeht.

Sucht euch lieber Longtails aus, also Keywords die aus mehreren Wörtern bestehen, als das jeweilige Hauptkeyword. Vor allem aber: Übertreibt es dabei nie. Wer ein Thema gut abdeckt und vorsichtig darauf achtet bestimmte Begriffe und Themen anzuschneiden, der hat Erfolg. Wer es übertreibt oder einfach vollkommen ignoriert, eher weniger.

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5 Gedanken zu „Keywords finden und nutzen – Was du über Keywords und Keyworddichte wissen musst“

  1. Ich möchte die vorgebrachte These, dass wenige Keywords auf der eigenen Seite am Anfang meist vollkommen ausreichen, aus meiner Sicht und den eigenen Erfahrungen wirklich unterstützen.
    Ich bin ein großer Freund und Nutzer der „search console“ von Google und schaue dort regelmäßig vorbei. Dort kann jeder Nutzer die eigene Seite auf diese Keywords analysieren und anzeigen lassen. Und es fällt mir immer wieder auf, dass meistens gerade zwei bis drei Keywords ganz, ganz vorne liegen und einen deutlichen Vorsprung vor anderen Suchbegriffen haben, mit denen Besucher auf meine Seite gelangen.
    Ich weiß nicht, ob ich jetzt ein Einzelfall bin, aber bei meinen Nischenseiten ist dies so. Ansonsten gilt auch der Rat, den Peer schon gelegentlich vorgebracht hat: sich einfach einmal fragen, wonach man selbst suchen würde.
    Danke für die Erklärung zum Thema Keywords.

  2. Sehr guter Beitrag. Auch wenn ich schon längere Zeit Nischenseiten erstelle schaue ich rgelmäßig vorbei um zu sehen, was es neues gibt.

  3. Toller Artikel! Ein schöner Ersatz für den Keywordplanner ist das Tool „KWFinder“. Kostet zwar ein bisschen was aber erfüllt voll und ganz seinen Zweck und definitiv das Geld Wert. Kommt meiner Meinung nach am nähesten ran an den Keyword Planner.

  4. Persönlich habe ich mit longtails auch den meisten Erfolg. Gerade in Nischen kommt man da vereinzelt recht schnell recht weit nach vorne bei Google. Die Devise weniger ist mehr kann ich auch unterstützen. Inzwischen konzentriere ich mich bei neuen Artikel fast nur noch auf den Inhalt – guter Content rankt sich gut. Klasse Artilel, wie so oft! 🙂

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