Nischenwebsite vs. Authority Site – Statt einer Nische einen ganzen Markt beherrschen

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Nischenwebsite vs. Authority Sites – Statt einer Nische einen ganzen Markt beherrschenDie Umsetzung einer Nischenwebsite ist beliebt, um online Geld zu verdienen. Du musst nur einige spezifische Keywords entdecken, eine passende Domain erwerben und in fünf Minuten WordPress installieren. Noch ein paar Seiten Content: und fertig!

Ganz so einfach ist es dann natürlich doch nicht und die Nachteile werden gerne verschwiegen. Vielleicht ist eine Authority Site die weitaus bessere Wahl?

Wir vergleichen beide Ansätze und geben Hilfestellung zum Entscheiden.

Pros und Cons der Nische

Eine Nischenwebsite basiert oft auf zwei bis drei Keywords, sowie einer einzigen Monitarisierungsform, wie etwa einem Affiliate-Partner oder Adsense.

Pros sind definitiv, dass die Seite (je nach Keywords) relativ leicht ranken kann. Sobald das Projekt steht, fliegt es praktisch auf Autopilot und verlangt nur nach wenigen Updates und wir können das System skalieren und kontinuierlich neue Nischen-Projekte aufstellen.

Zu den Cons: Google mag Nischenseiten nicht sonderlich. Praktisch mit jeder Algorithmus-Änderung gab es Probleme. Regelmäßig frische Inhalte könnten dagegenhalten, aber damit wird auch ein großer Vorteil genommen. Die Absprungrate ist beachtlich, es gibt keine echte Fan-Basis und die gute Position hält sich auch nicht auf Dauer.

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Pros und Cons der Authority Site

Eine Authority Site konzentriert sich statt auf ein einzelnes Produkt gleich auf eine ganze Produktkategorie oder eine fest definierte Zielgruppe. Sie wird regelmäßig (im besten Fall täglich) um weitere Inhalte ergänzt.

Die Pros: Google liebt Authority Sites. Jederzeit können weitere Keywords bedient und neue Nischen für die Seite erobert werden. Mit der Zeit ist es möglich eine Fan-Basis aufzubauen, die viel verspricht: treue Besucher, Verkauf von eigenen Produkten, Interaktion…

Die Cons: Die Content-Qualität muss weitaus höher sein. Aufgrund der zahlreichen Keywords ist es schwer, den Überblick in Bezug auf die Konkurrenz zu behalten, die nach und nach bessere Positionen erreicht. Ist deine Authority Site doch einmal nach einem Google-Update betroffen, so wird es dich weitaus härter treffen. Der laufende Zeitaufwand und auch die Investition, bis die Seite profitable ist, sind weitaus höher.

Langzeiterfolg

Eine Nische zu besetzen macht Spaß, da sich der Erfolg recht schnell einstellen kann. Eine Authority Site dagegen wird auf langfristige Ergebnisse ausgelegt. Wir müssen uns also darauf einstellen, die ersten sechs Monate, wenn nicht sogar das erste Jahr ohne großen Gewinn hart zu arbeiten, um das Fundament der Seite zu bilden.

Hinzu kommt, dass die ersten Inhalte die leichtesten sind und mit der Zeit die eher „unbequemen“ Themen liegen bleiben. Überhaupt ist es schwieriger fortlaufend neue zielgruppengerechte Ideen für kommende Inhalte zu generieren. Und diese sollten zahlreich in einem Redaktionsplan erfasst werden. Viel Arbeit, die sich auszahlen kann, wie der nächste Abschnitt beweist.

Kapitalrentabilität (ROI)

Schauen wir uns an, ob das Einkommensmodel Authority Site profitabel ist. Versprochen werden:

  • Höherer Umsatz, da die Besucher deinen Empfehlungen vertrauen
  • Mehr Geld, da sich eigene Produkte, wie etwa eBooks, weitaus leichter verkaufen lassen
  • Mehr Traffic, da Fans die Seite Freunden und Bekannten empfehlen
  • Echte Interaktionen, wodurch erst die Anbindung der Social Networks möglich wird und damit auch deren Vorteile erschlossen werden können

Der größte Vorteil einer Authority Site entsteht also aus dem Verhältnis des Autors zu seinen Lesern. Mit der Zeit scheint man sich (etwas) zu kennen und hat ja auch über das Thema der Seite eine gemeinsame Basis. Und diese Basis kann fast schon als „Freundschaft“ bezeichnet werden, obwohl es keinen persönlichen Kontakt gibt.

Wenn wir also eine Empfehlung abgeben für ein Produkt oder eine Dienstleistung, werden deine Besucher dir vertrauen. Und auch gerne Geld für die von dir selbst produzierten Produkte ausgeben. Manchmal wird das als Dankeschön für die zahlreichen kostenlosen Veröffentlichungen gesehen.

Auch die Empfehlungen und Interaktionen, wie Kommentare und Likes, hängen an dieser „Liebe der Leser“ zu dir und deiner Seite. Daraus ergibt sich eine gewisse Verantwortung, auch wenn wir natürlich die geschäftliche Seite des Vorhabens nicht aus den Augen verlieren dürfen, da sie das Fundament für die weiteren Veröffentlichungen bildet.

Ein unterschiedlicher Ansatz

Für die Authority Site gehen wir sicher, dass der Markt groß genug ist und genügend verwandte Keywords mit gutem Suchvolumen vorhanden sind. Dabei sollten sich die Inhalte nicht zu 100% auf Keywords konzentrieren, sondern der Fokus sollte genauso darauf liegen, dass die Inhalte es wert sind, geteilt und empfohlen zu werden. Content der es schafft, auch Monate später noch relevant zu sein und einen hohen Wert für den Leser hat. Es geht dabei halt nicht nur um die guten Positionen in Suchergebnissen, sondern um echte Beziehungen zwischen Menschen.

Für den Linkaufbau empfehle ich die Kombination aus Inhalt und selbst erzeugter Reichweite, also Content Marketing und Content Seeding. Dabei konzentrieren wir uns darauf, perfekt mit Google zusammenzuarbeiten, statt dem Versuch, die Suchmaschine „auszutricksen“. Also kein Linkkauf, sondern echte Partnerschaften. Und ganz klar (man kann es nicht oft genug schreiben) auf die Produktion wirklich hochwertigem Content, den die Leser gerne teilen und damit Links ganz natürlich setzen. Das wirkt sich auch auf deine Besucherquellen aus, die etwas weniger von Google anhängig werden.

Gefahrenlage

Niche Sites sind stark von Google abhängig: schon eine Algorithmus-Änderung und dein Projekt kann dahin sein. Auch die Abhängigkeit von nur einer Geldquelle kann problematisch sein, wenn etwa dein Adsense-Account geschlossen wird.

Eine Authority Site hat diese Probleme nicht, doch müssen wir uns diese Unabhängigkeit stark erkämpfen. Eine Abstrafung durch Google ist auch hier problematisch, doch weitere Besucherquellen fangen den Schaden etwas auf. Einen loyalen Leser kümmert es halt nicht, ob die Seite noch im Index steht.

Für was soll ich mich entscheiden?

Die Authority Site ist sicher nicht jedermanns Sache. Spezialisten und Enthusiasten (ganz ernste Hobbyisten) zu einem Thema, Unternehmen mit entsprechender Produktgruppe oder E-Commerce-Sites haben die nötigen Ressourcen, um diese umzusetzen und werden davon auch am meisten profitieren. Die Produktion der Inhalte und auch der Austausch mit den Fans gelingt leichter, natürlicher.

Und ganz klar: man kann auch in der Nische starten, um zunächst zu testen, ob sich der Ausbau zu einer Authority Site lohnt. So bleibt die Entscheidung noch etwas offen, ob der Fokus auf eine einzelne, dafür aber sehr große Seite liegen sollte oder aber auf einen ganzen Katalog von Nischenseiten.

Autor

Dirk Metzmacher ist Content-Profi und arbeitet zusammen mit Stefan und Matthias Petri an der Bekanntmachung des Projekts TutKit.com. Als kreatives E-Learning-Portal der Bereiche Grafik, Web, 3D und Fotografie bietet die Seite über 5.500 Tutorials und über 8.800 Vorlagen & Presets. Ein erster Test ist kostenlos.

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4 Gedanken zu „Nischenwebsite vs. Authority Site – Statt einer Nische einen ganzen Markt beherrschen“

  1. Wieder mal ein super interessanter Artikel. Habe auch schon darüber nachgedacht mal ein größeres Projekt zu starten, allerdings wäre das wirklich sehr sehr zeitintensiv…
    Aber vielleicht ergibt sich ja mal die Möglichkeit dazu.

  2. Vielen Dank für die interessanten Gedanken zum Thema Nischenseiten. Ich überlege mir die ganze Zeit schon wie ich eine langfristig breitere Authority Site aufbauen kann. Ein sehr interessanter Artikel mit einigen Anregungen. Das Thema langfristiger Erfolg rechtfertigt meiner Meinung nach den höheren Aufwand und eine längere Durststrecke zu Beginn.
    Grüße aus Stuttgart, Matthias

  3. Es gibt bestimmt sicherlich viele, die mit Nischenwebseite starten und später eine Authority Site haben, weil immer mehr Inhalt hinzukommt.

Kommentare sind geschlossen.