NSC-Überblick: Die Reports zur 3. Woche

WERBUNG

In meinem Überblick-Report zur dritten Woche werde ich den Schwerpunkt auf eure Methoden zur Content-Erstellung legen.  Ich habe euch in der Vorwoche darum gebeten in euren Reports eure Techniken zusammenzustellen und sehr viele sind dieser Bitte nachgekommen. Vielen Dank dafür!

Bevor ich aber nun König Content die Ehre erweise, möchte ich noch ein paar Anregungen eurerseits aufnehmen und kurz darauf eingehen: Martin meinte, es wäre eine Liste mit allen Nischensites aus der Challenge ganz gut, um sich einen Überblick zu verschaffen. Eine solche Liste habe ich angelegt und eingestellt.

Zudem bemerkte Eric von www.omrat.de, dass hier im Teilnehmer Forum nicht viel los ist. Er würde sich mehr aktiven Austausch wünschen. Eine guter Gedanke wie ich finde! Vielleicht schafft es ja der eine oder andere von euch, dem nachzukommen.

Nun will ich aber auch schon zum Thema kommen…

Das Duell im Rampenlicht I: Peers Schritt für Schritt Anleitung zum fertigen Beitrag

NSC-Initiator Peer Wandiger gibt genauen Einblick in seine Herangehensweise an das Thema Content. Er verrät, wie er seine Themen findet, wie viele Themen er für eine Nischenseite sucht (10 zum Start, am Ende pendelt es sich zwischen 20 und 30 ein) und vor allem wie er ans Schreiben eines Artikels herangeht.

Peer erklärt dabei genau jeden Arbeitsschritt. Dass Peer bei seiner Erfahrung und seinem täglichen Schreibvolumen vermutlich keine Schreibblockaden kennt, mag auf der Hand liegen. Aber vielleicht hilft es jenem NSC-Teilnehmer, der von einem solchen  Funkloch zwischen grauen Zellen und Tastatur heimgesucht wurde, wenn er auch so strukturiert vorgeht und es mit einem solchen Handlungsmuster versucht. (Name bewusst nicht genannt.)

Im Übrigen ist Peer mit seiner Nischenseite schon recht weit. Er hat seine Kategorien, seine Themen, sein Layout und sogar schon seine erste Werbefläche eingebunden. Wir dürfen gespannt sein, wie sie sich auf der Einnahmenseite entwickelt.

Das Duell im Rampenlicht II: Martin rät beim Content dazu, Google-Facts zu akzeptieren

Auch Martin liegt bei seinem Nischenseiten-Projekt nach wie vor gut im Zeitplan. Nicht einmal eine leichte Erkrankung konnte ihn in Woche 3 stoppen. Im Gegenteil: Martin hatte dadurch sogar noch mehr Zeit über sein Projekt nachzudenken. Neben seinem Wochenreport lieferte er uns diesmal sogar noch einen weiteren Beitrag.

Dieser mag für viele Neulinge, aber auch für einige „alte Hasen“ besonders interessant sein. Martin erklärt darin Schritt für Schritt, wie er zu seinen Content-Themen für ein solches Projekt gelangt. Mit Hilfe von Google-Suggest und Google-Vorschlägen erstellt er eine Themen-Liste, die laut der Suchmaschine als besonders wichtig angesehen werden.

Sein vielleicht wichtigster Ratschlag zum Thema: „Wenn man das nicht für das beste Ergebnis hält, ist man eben nicht Teil der Zielgruppe… Dann sollte man nicht denken, Google sei schlecht, sondern sich eher damit abfinden, dass man es offenbar nicht richtig beurteilen kann.“ An dieser Stelle sollte laut Martin dann jeder Nischenseitenbetreiber seinen Stolz „runterschlucken“, die Fakten akzeptieren und sich bei der Content-Erstellung daran orientieren.

Report-Überblick: Gekaufter vs. selbst verfasster Inhalt

Der Trend bei den Teilnehmern der NSC2014 lautet eindeutig: Lieber selbst schreiben, als schreiben lassen. Allerdings ist das nur ein Trend und die zahlreichen Reports, in denen erwähnt wird, dass Teilnehmer nicht die gewünschte Anzahl an neuen Inhalten geschafft hatten, lässt vielleicht den ein oder anderen noch umschwenken. Die wichtigsten Tipps, Probleme und Erfahrungen von euch möchte ich hier zusammentragen:

Teilnehmer-Tipps zum Selber-Schreiben

Viele von euch haben sich meine Fragen zu Herzen genommen (dazu noch mehr später) und neben Peer und Martin sind mir in diesem Bereich noch zwei weitere sehr ausführliche Tippgeber aufgefallen. Claude Müllers Content-Tipps umfassen Headlines, Einleitung, Zwischentitel, Zielgruppenansprache, Bilder und das Thema Mehrwert.

Matthias Kempowski widmete seine Ausführungen speziell dem Thema Zielgruppe. Er stellte fünf gute Methoden vor, diese besser kennen zu lernen. Denn nur dann kann man sie richtig ansprechen und von den eigenen Inhalten überzeugen.

Teilnehmer-Tipps zum Kaufen von Texten

Marc Wiedbrauck hat um 25$ fünf Texte (je 500 Wörter) über Fiverr gekauft und berichtet durchwegs positiv über diese Art des Content-Kaufs. Er hat den Textern Arbeitstitel vorgegeben und sie gebrieft. Seine englische Nischensite hat bereits ein paar gute Rankings bei Bing und ist jedenfalls bei Google im Index.

Im Gegensatz dazu berichtet Eric von Problemen beim Text-Einkauf. Er hatte von seiner ersten Texterin gar nichts erhalten und umsonst zugewartet. Er investierte in Beiträge, die zwischen 1,5 und 2,5 Cents pro Wort kosten. Allerdings klagte er auch über viel Zeit, die die Auswahl der Autoren, das Briefing, der E-Mail-Verkehr und die Überarbeitung ausmachten. Er überlegt, ob das auf Dauer die richtige Strategie sein wird…

Weitere Teilnehmer setzen auf einen Mix aus selbst erstellten und zugekauften Content. Hier ist vor allem zu beobachten, dass dabei zuerst meist selbst in die Tasten geklopft und danach zugekauft wird. Die Begründung ist zwar stets unterschiedlich formuliert, kann aber auf Folgendes niedergebrochen werden: Zuerst wollen die Teilnehmer hohe Qualität veröffentlichen und sich selbst ins Thema einarbeiten. Erst wenn die Website gut rankt, wollen diese Seitenbetreiber weniger Zeit investieren und sind eher bereit beim Content Qualitätsverluste hinzunehmen.

Die Antworten auf meine Fragen zum Content

Die Antworten auf meine Fragen nach dem Selbst-Schreiben bzw. Kaufen und nach der Themenrecherche ergeben sich aus den oben genannten Abschnitten. Interessant waren die Antworten auf die Textgestaltung.

Auf WDF*IDF-Tools griff niemand ausdrücklich zurück bzw. nannte es keiner der Teilnehmer. Manche wussten gar nicht, was WDF*IDF bedeutet. Die Anderen, die auf die Frage eingingen, verlassen sich dabei lieber auf ihr Gefühl.

Um eine kurze Erklärung dazu abzugeben: WDF*IDF bezeichnet eine Formel für Termgewichtung innerhalb eines Dokuments bzw. eines Dokument-Korpus. Extrem vereinfacht erklärt: Die WDF*IDF-Formel gibt vor wie oft genau welche Terme in einem Dokument idealerweise für gute Rankings vorkommen sollten. Im Gegensatz zur Keyword-Dichte bezieht sich WDF*IDF auf mehrere Terme und bezieht eine Analyse mehrerer Seiten mit ein. Wer sich tiefer in die Thematik einlesen will, wird über Google mehr als 1 Million Treffer finden…

Meine Frage „Wie sprecht ihr den menschlichen Nutzer an?“ sorgte für noch mehr Verwirrung. Während mir hier einige mit „Sie“ oder „Du“ antworteten, meinte ich den Einsatz von Kommunikationstechniken, um höhere Conversions zu erzielen. Da schimpfe ich mich „Kommunikationsexperte“ und dann so etwas… sorry, dafür.

Um meine beiden genannten Techniken ein bisschen zu erklären: Ich orientiere mich beispielsweise bei Verkaufstexten für meine Kunden an der Typeneinteilung anhand des DISG-Persönlichkeitstest. Dieser teilt uns Menschen in dominante, initiative, stetige und gewissenhafte Typen ein. Alle reagieren auf bestimmte Reize stärker oder schwächer. Verkäufer, die damit arbeiten, wollen so ihre Interessenten mit der richtigen Ansprache zu Käufern machen. Genauso versuche ich es bei Verkaufstexten im Web mit meiner Text- und Bildgestaltung. Mir ist allerdings bewusst, dass dieses Modell umstritten ist…

Das NLP bezeichnet die Neuro-Linguistische Programmierung und ist eine Sammlung von Kommunikationstechniken. Vor allem, wenn man sich gegenübersteht, sollen es NLP-Techniken ermöglichen, den Gesprächspartner dorthin zu „führen“ (manipulieren?), wo man ihn gerne hätte. Wie man das in Webtexten umsetzt, weiß ich nicht, aber ich hätte es interessant gefunden, wenn sich das auch hier anwenden ließe…

Die „Perlen“ der Woche 3

Wieder einmal gab es einige Reports, die mir besonders aufgefallen waren. Allerdings nicht deswegen, weil sie zum Schwerpunktthema dieses Überblicks passen, sondern aus allgemeinem Interesse:

  • Simon Schmid erreichte mit seiner Girokonto-Seite erste Top-Rankings. Unter „bestes Girokonto“ steht seine Nischenseite bereits auf Seite 1, unter „Girokonto eröffnen“ auf Platz 16. Er hat allerdings bereits eine beträchtliche Summe für sein Projekt investiert: Insgesamt 573 Euro. Seinen Report findet ihr hier.
  • Ralf Doskal ist wohl einer der fleißigsten NSC-Teilnehmer. Er steckt jede Woche 20 h in sein Projekt. Hier geht es zu seinem Report.

Ausblick und wieder die Bitte um Mithilfe

Die Reports werden mit der Zeit ein bisschen dünner. Das liegt ja auch in der Natur einer Nischenseite. Ziel ist es ja, anfangs viel Arbeit zu investieren und nachher möglichst mit wenig Aufwand Geld zu verdienen.

Daher war meine Idee, euch wieder um ein paar Antworten zu bitten. Das Thema der nächsten Woche soll die Suchmaschinenoptimierung sein. Mir geht es darum:

  • Was macht ihr alles Onsite – mit Metas, Texten, Bildern, Videos, interne Verlinkungen… und wie macht ihr es?
  • Verlasst ihr euch auf Plugins (für die WP-Nutzer) oder macht ihr alles per Hand (und eventuell mit Hilfe eines Plugins)?
  • Wie ist eure Linkbuilding-Strategie? Wieviele Links, welche Links, wie bewertet ihr die Linkquellen? etc.
  • Fällt euch noch etwas dazu ein? Anregungen nehme ich gerne auf.
Nischen-Detektiv

WERBUNG

4 Gedanken zu „NSC-Überblick: Die Reports zur 3. Woche“

  1. Hallo Manuel,

    vielen Dank für die Zusammenfassung der letzten Woche und die Nennung meines Reports aus Woche #4. Ich finde es super, dass Du Dir die ganze Mühe machst und die Highlights der NSC 2014 zusammenfasst.

    Gerne gehe ich im nächsten Report näher auf Deine Fragen ein.

    Beste Grüße
    Marc

    1. Den Link zur Liste findest du in der Navigation unter dem Punkt „Teilnehmer-Reports“.

      Und ja, das Forum gibt es seit Anfang an. Bisher aber eher selten genutzt.

  2. Simon finde ich krass. Girokonto bzw. der gesamte Finanzbereich – das ist ja nicht wirklich eine „Nische“, sondern ein hochcompetitativer Markt, in dem es schon mit den Messern zwischen den Zähnen zur Sache geht. Aber anscheinend funktioniert seine Strategie ja…zumindest im Moment. Ich bin wirklich mal gespannt, ob und wie lange sich die Seite dann letztenendes halten kann.

    Und natürlich danke für die Zusammenfassung!

Kommentare sind geschlossen.