Schlechte Inhalte für viele Backlinks – Pro & Kontra und Alternativen

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Eine sehr interessanter Artikel von David ist hier vor gut 2 Wochen erschienen.

Darin geht es um eine Erfahrung, die er gemacht hat. Mit sehr schlechten Inhalten hat er viele Backlinks bekommen, die dann wiederrum für tolle Rankings in Google gesorgt haben.

In diesem Artikel möchte ich meine Meinung dazu schildern. Lohnt es sich wirklich, provokante oder schlechte Inhalte zu veröffentlichen, um viele Backlinks zu bekommen?

Schleche Inhalte für viele Backlinks

Um die Geschichte von David kurz zusammenzufassen. Er hat eine Nischenwebsite projektiert und erstmal schnell mit schlechten Inhalten befüllt, damit da überhaupt erstmal was drauf ist.

Daraufhin wurde diese Seite von jemand anderem gesehen und der schrieb etwas negatives darüber, setze aber eben auch einen Backlink. David hat dann selber ausprobiert, wie er das auf die Spitze treiben kann, indem er anonym andere Blogger und Website-Betreiber anschrieb und über seine eigene Site meckerte. Durch die vielen negativen Reaktionen (inkl. Backlinks) kletterte die Site in Google weit nach oben.

Er selber fand das eine interessante Fallstudie, würde es aber in Zukunft nicht mehr so machen.

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Pro und Kontra von schlechten Inhalten

Dieser Erfahrungsbericht von David zeigt sehr gut, dass Google noch lange nicht an dem Punkt ist, dass man die Inhalte per Crawler wirklich beurteilt werden können. Ebenfalls scheint Google nicht fähig zu sein zu beurteilen, ob ein Link aus positiven oder negativen Gründen gesetzt wurde. Die vielen Backlinks waren ja keine Empfehlungen, aber Google scheint es so aufgefasst zu haben.

Zudem zeigt es sehr gut, dass Backlinks noch immer ein sehr wichtiger Faktor sind, wenn es um die Ermittlung der Suchmaschinen-Rankings geht. Sicher sind Backlinks nicht mehr so wichtig wie früher, haben aber immer noch großen Einfluss.

Gerade in einer Nische scheint man deshalb mit schlechten Inhalten und dem darauf folgenden Feedback anderer Internet-Nutzer in der Nische gut Backlinks aufbauen zu können und dadurch gut zu ranken.

Es scheint also eine valide Taktik zu sein, auch wenn diese dem Spiel mit dem Feuer gleicht. Schließlich macht man sich damit nicht gerade viele Freunde und Kooperationen mit anderen Bloggern und Website-Betreibern in dieser Branche sind dann schwerer eingehbar.

Zudem stellt sich die Frage, wie die Besucher der Website die schlechten Inhalte aufnehmen und viele Nutzer lesen natürlich auch die negativen Berichte und sehen von einem Besuch der Website ab.

Das Internet vergisst nicht

Auch wenn es sicher nicht 100% so ist, kann man davon ausgehen, dass die allermeisten Inhalte auch noch viele Jahre später im Netz zu finden sind. Geht man mit dieser Strategie an den Start, sollte man sich dessen bewusst sein.

Auch wenn man nach dem Start, wenn man dann genug Backlinks eingesammelt hat, die Inhalte ändert und eine hochqualitative Website erstellt, finden sich im Netz immer noch massig negative Artikel über die eigene Website. Das erschwert einen Markenaufbau sehr, denn der erste Eindruck bleibt meist bestehen. Nur selten schauen sich die Leute nochmal eine Website an, die sie das erste mal sehr schlecht fanden oder über die sie etwas negatives gelesen haben.

Mittel- bis langfristig kann einem diese Strategie dann also auf die Füße fallen.

Die eigene Strategie ist ausschlaggebend

Ganz entscheidend finde ich die eigene Strategie. So macht es einen großen Unterschied, welche Art Website man aufbauen will.

Bei einem Blog halte ich diese Strategie für tödlich. Ein Blog lebt sehr von der Reputation des Autors und wer da am Anfang nur Müll-Inhalte veröffentlicht, der wird den schlechten Ruf auch nicht wieder los.

Auch für andere Website-Arten, wie Firmenwebsites oder Online-Services, halte ich das für eine ganz schlechte Idee.

Dagegen kann man für kleine Affiliate- oder Nischenwebsite durchaus mal so etwas ausprobieren. Hier ist das Risiko nicht so groß und um Ruf oder Image geht es hier meist auch nicht.

Bessere Alternativen

Auch wenn ich eben geschrieben habe, dass es bei manchen Website-Arten denkbar ist, auf diese Strategie zu setzen, so möchte ich doch eins hier klarstellen:

Ich empfehlen diese Strategie keinesfalls!
Mir persönlich würde es gegen mein Gewissen gehen, wenn ich absichtlich schlechte Inhalte veröffentlichen würde. Ich will so etwas im Internet als Nutzer nicht sehen und deshalb produziere ich es auch selber nicht.

Zumal es Alternativen gibt, die ebenfalls für viele Backlinks sorgen können:

  • Provokante Inhalte
    Im Gegensatz zu schlechten Inhalten sorgt man mit provokanten oder kontroversen Inhalten auch für Aufregung und Aufmerksamkeit in der eigenen Branche. Indem man einfach einen untypischen Standpunkt einnimmt oder einer gängigen Meinung widerspricht, kann man andere Blogger und Website-Betreiber in der Branche dazu anregen, etwas dazu zu schreiben und dadurch dann unter anderem Backlinks zu setzen.

    Aber auch hier sollte man mit einer gewissen Vorsicht vorgehen. Einfach nur provozieren, ohne eine gute Begründung für den eigenen Standpunkt zu haben, kommt nicht gut an.

  • Lustige Inhalte
    Lustige Inhalte kommen in vielen Themenbereichen gut an. Einfach etwas schreiben oder veröffentlichen, was den Nerv der Zielgruppe und anderer Website-Betreiber trifft.

    Allerdings ist das sicher nicht für jede Branche das passende. Hier sollte man sich vorher überlegen, wie weit man gehen kann.

  • Exklusive Inhalte
    Exklusive Inhalte sind immer gut. Das können Einblicke sein, die sonst niemand gibt oder eine News, die ganz neu ist.

    Mit exklusiven Inhalten schafft man nicht nur hochwertige Inhalte, sondern baut sich meist auch noch einen guten Ruf auf.

  • Gewinnspiele
    Das ist ein Klassiker, der teilweise schon deutlich überstrapaziert wurde. Dennoch kann er funktionieren, wenn man den Nerv der Zielgruppe trifft und als Teilnahmebedingung einen Backlink oder einen Social Share verlangt.

    Das sieht Google zwar ungern, aber einmal ist keinmal. 😉

Fazit

Auch wenn die von David beschriebene Vorgehensweis interessant ist, würde ich das persönlich nicht machen und es auch niemandem empfehlen. Und auch bei David wara es ja eher Zufall. Er plant nicht absichtlich so nochmal vorzugehen.

Doch was ist eure Meinung dazu?

Sind schlechte Inhalte für Backlinks eine gute Strategie?

Ergebnis

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5 Gedanken zu „Schlechte Inhalte für viele Backlinks – Pro & Kontra und Alternativen“

  1. Hallo lieber Peer,

    danke für deinen lehrreichen Artikel. Für einen Blog kann so ein Marketing fürwahr ein schlechtes Image kreieren, von dem man sich nur schwer wieder lösen kann.
    Für eher im Magazin-Stil gebaute Webseiten könnte dies interessant sein. Schau mal auch die wechselnden Webseiten an, auf die in welt.de und focus.de ganz unten kurz vor dem Footer verlinkt wird. Dort finden sich solche Eye- und Braincatcher zu Hauf. 🙂

    PS: Könntest du das „schleche Inhalte“ in Titel und Url durch „schlechte Inhalte“ ersetzen ? Das wäre ganz lieb 🙂

    Liebe Grüße
    Jenny

  2. Der Artikel von David letztes Mal zu dem Thema war schon ganz interessant, aber irgendwie passt mir diese Sache nicht ganz in einen seriösen Linkaufbau. Da will ich lieber etwas mehr Zeit und Fleiß investieren, wovon ich langfristig wohl mehr haben werde.
    Danke für die Tipps!

  3. Moin Peer,

    fand dein Artikel auch sehr interessant zu lesen. Diese ganzen Techniken sind meiner Meinung nach schon teilweise in der Grauzone. Wer es nicht abwarten kann und auf die schnelle Tour seinen Erfolg braucht wird langfristig gesehen woesio gegen die Wand fahren.
    Dennoch werde ich mich bspw. ins Thema Gewinnspiele mal etwas mehr reinlehnen.
    Am Ende kommt es denke ich am meisten darauf an, dass du deine Leidenschaft in deine Arbeit mit einfließen lässt. Das ist meiner Meinung nach die beste Technik überhaupt.

    1. Schön wäre es, wenn es so wäre. Die Top 10 vieler Nischen sagen aber was anderes. Die Bestseller-Listen der Bücher sagen auch was anderes. Von Filmen brauchen wir gar nicht erst sprechen und von Videospielen ebenfalls nicht, genauso wenig wie von der Lebensmittelqualität (Massentierhaltung, Algen statt Früchte usw.)

      Das BESTE setzt sich nie durch, sondern das, wofür am cleversten Marketing betrieben wird. Leider.

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