So findet man eine profitable Nische – Schritt für Schritt

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So findet man eine profitable NischeBevor man sich an das Layout, die Inhalte und die Technik einer neuen Nischenwebsite macht, muss man erstmal die Grundlage dafür legen.

Es gilt ein Nischen-Thema zu finden, welches gute Erfolgschancen bietet, aber auch profitabel ist. Aus diesem Grund ist es auch das erste, was ich in der Nischenseiten-Challenge mache.

In diesem Artikel zeige ich euch meine Vorgehensweise bei der Suche nach einer profitablen Nische.

Nischenseiten-Aufbau E-Book

Nischenseiten-Aufbau E-BookIn den letzten Jahren konnte ich viele Erfahrungen bzgl. der Erstellung von Nischenwebsites sammeln, auch wenn ich natürlich selber auch immer noch dazulerne.

Diese Erfahrungen und Tipps habe ich im Nischenseiten-Aufbau E-Book niedergeschrieben. Auf 171 Seiten findet ihr darin Anleitungen und Tipps zum Aufbau einer Nischenseite. Unter anderem gehe ich darauf ein was man macht, wenn es nicht so reibungslos läuft und welche Tricks ich teilweise entdeckt habe.

So findet man eine profitable Nische

Will man mit einer Nischenwebsite Geld verdienen, ist es sehr wichtig zum Start die richtige Nische auszuwählen.

Nüchtern betrachtet bedeutet „richtige Nische“, dass man später wirklich Geld mit seiner Nischenwebsite verdienen wird.

Es geht bei Nischenwebsites in der Regel nicht um Selbstverwirklichung, Hobby oder Spaß, zumindest nicht in erster Linie. Man möchte Geld verdienen und deshalb muss man eine profitable Nische auswählen.

Was ist überhaupt profitabel?

Doch was bedeutet „profitabel“ eigentlich?

Ganz einfach kann man profitabel so definieren:
Ertrag – Aufwand = Profit

Wenn man mehr einnimmt, als man ausgibt, dann macht man Profit.

Es gibt im Detail dann aber unterschiedliche Definitionen mit verschiedenen Einflussfaktoren.

Und da vor allem der Ertrag im Vorfeld schwer zu planen ist, habe ich mir eine Analyse anhand der folgenden 3 Einflussfaktoren angewöhnt:

Diese 3 Voraussetzungen müssen bei mir möglichst gut erfüllt sein, damit ich eine Nische als profitabel ansehe:

  1. Suchvolumen möglichst hoch
    Je mehr Menschen in Google nach unserer Nische bzw. dem betreffenden Keyword suchen, umso besser. Neben dem Suchvolumen für das Hauptkeyword ist es natürlich ebenfalls von Vorteil, wenn der Longtail (speziellere Keywords, die sich vom Hauptkeyword ableiten) ein hohes Suchvolumen hat.
  2. Konkurrenz möglichst gering
    Da wir nicht unendlich Zeit und Geld investieren wollen, um unsere Nischenwebsite in Google ganz nach vorn zu bringen, sollte die SEO-Konkurrenz in Google möglichst gering sein. Das kann man für einzelne Keywords ebenfalls analysieren und das sollte man auch. Was nützt viel Suchvolumen, wenn wir in Google noch nicht mal auf die erste Suchergebnisseite kommen.
  3. Finanzielles Potential möglichst hoch
    Viele Besucher auf der eigenen Nischenwebsite sind jedoch nicht alles. Nur wenn man diesen Besuchern auch was verkaufen kann oder diese auf AdSense-Anzeigen klicken, die gute Klickvergütungen einbringen, kann man wirklich Geld mit seiner Nischenwebsite verdienen. Deshalb ist es wichtig zu prüfen, ob ein Thema überhaupt genügend Geld abwerfen wird.

Natürlich wird man selten Nischen finden, bei denen alle 3 Faktoren optimal sind.

In der Regel ergibt sich eine Schnittmenge der Nischen-Ideen und der Faktoren. Die folgende Darstellung soll nur noch einmal verdeutlichen, dass wir die Nischen suchen, bei denen die 3 Faktoren günstig sind:

So findet man eine profitable Nische

Um diese Nischen zu finden, gebe ich euch nun eine Schritt für Schritt Anleitung an die Hand.

Dabei gebe ich teilweise 2 Alternativen an. Wer nur kostenlose Tools nutzen will findet genauso eine Anleitung, wie derjenige, der Profitools einsetzen möchte.

Schritt 1: Ideen finden

Schritt 1: Ideen findenBevor wir irgendein Tool zur Analyse von Nischen einsetzen, müssen wir erstmal ein paar potentielle Nischen-Ideen finden.

Es gibt viele Möglichkeiten auf interessante Nischen zu stoßen.

So sehr ihr z.B. im rechten Bild eine MindMap. Das ist eine Methode, die ich gern nutze.

Ich mache ein Brainstorming und schreibe meine Gedanken zu den Themen „Leidenschaft“, „Probleme“ und „Ängste“ nieder. Das sind drei menschliche Antriebe, die Menschen dazu bringen nach Lösungen zu suchen und Geld auszugeben.

Man kann aber zum Beispiel auch die eigenen Interessen durchforsten und alle Themen und Hobbies aufschreiben, mit denen man sich sowieso schon beschäftigt. Menschen geben unglaublich viel Geld für Hobbies aus.

Oder man surft mal durch einen Online-Shop wie Amazon und schaut sich Bestseller-Listen an. Da stößt man mit Sicherheit auf Themen/Produkte, an die man noch nicht gedacht hat.

Auch das eigene Umfeld kann eine gute Inspirationsquelle sein. Schildert jemand ein Problem oder findet jemand keine Infos zu einem bestimmten Thema? Dann ist das vielleicht was für die Nischenwebsite.

Wichtig ist, dass man hier wirklich nur Nischen notiert. Also ganz konkrete Themen, die sich nicht viel weiter aufteilen lassen. Wir wollen schließlich kein riesiges Informationsportal aufbauen, sondern eine kleine Nischenwebsite zu einem konkreten Thema.

Schritt 2: Suchvolumen analysieren

Nun haben wir eine Liste mit Nischen-Ideen. Diese gilt es zu analysieren.

Als erstes schauen wir uns das Suchvolumen der einzelnen Nischenthemen/-keywords an.

kostenlose Variante
Wer kein Geld ausgeben will, kann z.B. den Google AdWords Keyword Planer nutzen. Dafür benötigt man mittlerweile aber ein AdWords-Zugang.

In diesem Tool gibt man ein Keyword ein und dann analysiert das Tool das monatliche Suchvolumen für den Begriff und viele ähnliche Suchbegriffe.

Kostenlose Tools nutzen - Nische finden

Daran kann man schon gut sehen, wie viel Traffic grundsätzlich möglich ist.

Profi-Tool
Ich nutze dagegen lieber das Tool Market Samurai* (14 Tage kostenlose Testversion).

Es kostet zwar einmalig Geld, aber dafür bietet es einige Zusatzfunktionen und macht die Arbeit schneller. Und Zeit ist schließlich auch Geld.

Hier legt man einfach ein neues Keyword an und wählt Sprache und Region aus (bei mir Deutsch und Deutschland).

Nun generiert das Tool auch auf Basis des Google AdWords Keyword Planer eine lange Liste an Keywords. Allerdings werden hier noch eine Menge mehr Daten angezeigt:

Profi-Tool - Nische finden

So z.B. den Traffic, den man auf Position 1 erwarten kann und diverse Konkurrenz-Werte. Diese interessieren uns hier zwar an sich noch nicht, aber damit kann man schon an dieser Stelle ungünstige Keywords ausfiltern.

Schritt 3: Konkurrenz analysieren

Hat man die Suchbegriffe (Nischenthemen) mit guten Suchvolumen-Werte herausgefunden, geht es an die Konkurrenz-Analyse.

kostenlose Variante
Will man kein Geld ausgeben, dann kann man eine manuelle Analyse der Google-Suchergebnisse durchführen. Dazu schaut man sich einfach die erste Suchergebnisseite für ein Nischen-Keyword an und beurteilt die angezeigten Suchergebnisse.

Hilfe kann man sich in Form von Browser-Plugins holen. Diese gibt es für Firefox und Chrome.

Wie z.B. das Plugin MozBar:

Kostenlose Tools nutzen - Nische finden

Diese erzeugt unter jedem Suchergebnis ein paar Angaben, welche z.B. die Page Authority (Autorität der konkreten Seite) und die Backlinks auf diese Seite anzeigen. Wer keinen PRO-Account hat, sieht allerdings nicht alle Daten.

Alternativ kann man das Plugin SEOQuake nutzen, welches für diverse Browser verfügbar ist und ebenfalls einige Infos zu jedem Suchergebnis anzeigt.

Allerdings muss man die Daten hier selber deuten und das ist zudem recht zeitaufwändig.

Profi-Tool
Schneller und mit unterstützenden Empfehlungen funktioniert die ganze Sache bei Market Samurai*.

Die Analyse der „SEO Competition“ zu einem bestimmten Keyword sieht so aus:

Profi-Tool - Nische finden

Es werden zu den Top 10 Suchergebnissen nicht nur diverse Angaben, wie Alter, PageRank, Backlinks etc. anzeigt, sondern es gibt auch Empfehlungen in Form von 3 Farben. Grün bedeutet, dass der jeweilige Wert keine große Konkurrenz bedeutet. Gelb bedeutet, dass es ein durchschnittlicher Wert ist. Rot zeigt an, dass dieser Wert eher stärker ist.

Je mehr Rot auf dem Analyse-Ergebnis zu sehen ist, umso stärker scheint die Konkurrenz insgesamt zu sein. Ist dagegen mehr Gelb und Grün zu sehen, scheint es einfacher zu sein.

Natürlich sollte man nochmal einen Blick auf die einzelnen Konkurrenten werden, aber insgesamt gibt diese Kennzeichnung schon einen guten Hinweis darauf, wie stark die Konkurrenz ist.

Im Folgenden ein 12-minütiges Video von mir, in dem ich die Keyword-Recherche und Konkurrenz-Analyse mit Market Samurai zeige:

Schritt 4: Finanzielles Potential herausfinden

Zu guter Letzt müssen wir noch prüfen, wie das finanzielle Potential aussieht. Dazu kann man verschiedene Möglichkeiten nutzen.

So empfiehlt es sich z.B. im Google AdWords Keyword Planer oder in Market Samurai die geschätzten Klickkosten für die einzelnen Keywords anzuschauen.

Das sind die Preise, die man als AdWords-Werbekunde ungefähr zahlen müsste, um bei diesem Keyword in Google mit einer Anzeige weit oben zu stehen. Je höher hier der Preis ist, um so höher ist tendenziell auch die Klickvergütung bei Google AdSense.

Hier also nach Keywords Ausschau halten, die 30, 40 oder sogar noch deutlich mehr Eurocent kosten. Das scheinen finanziell lohnende Keywords zu sein.

Eine weitere Möglichkeit ist die Analyse der vorhandenen Partnerprogramme. Dazu schaut ihr in den bekannten Affiliate-Netzwerken, wie z.B. SuperClix, Belboon oder Zanox nach, ob es zu dem Thema Partnerprogramme gibt und welche Vergütung diese anbieten.

Ebenso interessant ist ein Blick in Amazon. Dort finden sich zu fast allen Produktkategorien Bestseller-Listen und man sieht, an welcher Stelle der Verkaufscharts die Produkte insgesamt stehen. Je höher sie stehen, umso besser.

Man sollte aber auch mal überlegen, ob sich z.B. die Erstellung eines eBooks anbieten würde und ob es potentielle Werbekunden gibt. Der Verkauf von Werbung funktioniert nach meiner Erfahrung am besten, wenn es mittelständische Unternehmen in dieser Nische gibt. Große Konzerne schalten keine Werbung auf Nischenwebsites.

Schritt 5: Entscheidung treffen

Hat man all diese Informationen zu den Nischen-Ideen zusammengetragen und z.B. in einer Exceltabelle zusammengefasst, dann gilt es eine Entscheidung zu treffen.

Selten wird dabei eine Nische so stark herausragen, dass die Entscheidung leicht fällt. Stattdessen haben die verschiedenen Ideen oft unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Hier geht es bei der Entscheidung dann auch darum, auf was man besonders wert legt. Ist man zum Beispiel ein erfahrener SEO, dann könnte eine starke Konkurrenz nicht so entscheidend sein.

Am Ende gilt es dann eine Entscheidung zu treffen und loszulegen. Die endgültige Wahrheit, ob die Entscheidung richtig war, erfährt man sowieso erst, wenn man die Nischenwebsite umsetzt.

Fazit

Nehmt euch Zeit bei der Nischenfindung. Man kann mit einer guten Analyse zu Beginn den Grundstein für den späteren Erfolg legen.

Umgekehrt kann man sich aber auch mit einer schlampigen Nischen-Wahl schon am Anfang vieles verbauen.

Nischen-Detektiv

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7 Gedanken zu „So findet man eine profitable Nische – Schritt für Schritt“

  1. Hallo Peer,

    sehr schöner Artikel zur Suche der Nische. Das mit den kostenlosen Tools geht schon, ist aber wirklich etwas aufwändiger. Aber ansonsten ist dies ein gutes und strukturiertes vorgehen.

    Viele Grüße,
    Stefan

    P.S. Ich hoffe diese Kommentar kommt duch. Meine letzten scheinen irgendwie im Spm gelandet zu sein. Gestern schrieb ich einige hier zum Start der NSC auf meinem Blog und als Antwort zu einige Teilnehmern.

  2. Ich staune immer, wie klar und strukturiert Du da rangehst 🙂 Die Grafik mit der Schnittmenge finde ich klasse. Im Grunde gehe ich auch so vor.
    Übrigens geht mein 2. Klick im Keywordplaner immer auf die Spalte „Wettbewerb“. Diejenigen Keywords, die nur einen niedriegen Wettbewerb haben, sind aus meiner Sicht am interessantesten. Und dann muss man natürlich Suchvolumen und CPC gegeneinander abwägen …
    Und noch eine Bemerkung: aus meiner Sicht sollte man sich nicht nur die „Hauptkeywords“ anschauen, sondern versuchen, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie es dann mit angrenzenden, auch Mehrwort-Suchanfragen aussieht. Nicht selten hat man mit dem Hauptkey nur wenig Potential, aber im Longtail-Bereich dann eben doch …

    1. Bei dem „Wettbewerb“ im Google Keyword Planer muss ich dir widersprechen.

      Dort wird angezeigt, wie viele AdWords-Werbekunden es bei diesem Keyword gibt. Wie hoch also der AdWords-Wettbewerb ist.
      Das sagt nichts über die Konkurrenz in den organischen Suchergebnissen aus.

      Nur indirekt könnte man von vielen Werbekunden ableiten, dass die organischen Suchergebnisse schon zu umkämpft sind und man deshalb AdWords Werbung schalten muss. Aber das ist doch eine sehr unsichere Ableitung.

  3. Vielen Dank für den Artikel.
    Das Plug-In MozBar ist klasse. Kannte ich noch gar nicht und werde ich ab jetzt öfters benützen.
    Gruß,
    Andy

  4. Danke für den wieder sehr interessanten Beitrag von dir.
    Ich habe mir im Zuge der NSC MarketSamurai runtergeladen und nutze noch die Trial Version. Das Tool finde ich echt spannend und bin fleissig damit am spielen.
    Mich würde interessieren, aber welchem Suchvolumen du ein Keyword weiter analysierst?
    VG

  5. Die Mozbar kannte ich noch gar nicht – vielen Dank für den hilfreichen Tipp. Bis jetzt habe ich immer SEOquake verwendet. Aber ich denke, die beiden Tools sind sich in ihrer Funktionalität ziemlich ähnlich.

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