Von Nischenwebsites leben und nie aufgeben – Erfahrungen und Tipps

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Über seine Erfahrungen und Probleme beim Aufbau seiner Nischenwebsite erzählt Moritz im folgenden Interview.

Er verfolgt einen sehr interessanten Ansatz mit seiner Site und kann darüber hinaus bereits von seinen anderen Nischenwebsites leben.

Im Interview gibt es daher auch viele interessante Einblicke und Tipps.

Hallo Moritz. Wie froh bist du, dass die Nischenseiten-Challenge nun vorbei ist?

Gerade bin ich sehr froh, dass die Challenge vorbei ist. Das wird sich aber bestimmt ändern, sobald ich mich wieder etwas erholt habe. Ich bin leider in der 10. Woche krank geworden und hab mich bis jetzt noch nicht hundertprozentig erholt.

Es ist schwierig mit einem halbvollen Akku produktiv und kreativ zu sein. Deswegen freue ich mich jetzt auf ein paar Tage Erholung, bevor es wieder mit neuer Kraft weitergeht.

Bist du im Nachhinein mit deiner Nischenwahl zufrieden?

Absolut. Ich wusste schon vorher worauf ich mich einlasse. Es ist ja mehr ein Themenbereich als eine Nische. Ich hab das Thema schon lange im Auge gehabt, wollte mich aber vor dem Start perfekt vorbereiten. Nach meiner Barista Ausbildung, die ich extra für die Nischenseite gemacht habe, waren es nur noch wenige Wochen bis zur Challenge. Da kam mir zum ersten Mal die Idee bei der Nischenseiten Challenge mitzumachen.

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Nur für die Nischenseiten Challenge ist das natürlich nicht die richtige Nischenwahl, weil sie zu groß ist, eine zu starke Konkurrenz hat und man deshalb schwer in 13 Wochen für interessante Suchbegriffe in den Top 5 bei Google ranken kann. Der Zeitfaktor war aber nie entscheidend für die Wahl meiner Nische.

Ich habe mir gedacht: „Wenn ich noch einmal ein Projekt starte, dann sollte es eins sein, dass mir fünfstellige Einnahmen im Monat bringen kann“. Nach meinen Berechnungen ist das in dieser/m Nische/Themenfeld möglich. Nur deswegen habe ich mich entschieden ein Kaffeemaschinen Tester zu werden.

Wie lief der Start der Challenge? Hast du in der ersten Wochen geschafft, was du dir vorgenommen hast?

Die ersten 9 Wochen habe ich fast immer meine wöchentlichen To-Dos erledigt. Das ist mir aber alles andere als leicht gefallen. Ich war meistens am Freitag mit den Aufgaben der Nischenseite fertig und habe dann das Wochenende das Updatevideo gedreht und den Blogartikel geschrieben. Ohne große Pause bin ich dann direkt in die nächste Woche gestartet.

Nach und nach hat aber die Qualität der Inhalte etwas nachgelassen, weil ich irgendwann einfach erschöpft war. Am Samstag der 10. Woche habe ich mir eine Pause gegönnt und bin direkt krank geworden. Mein Körper hat die Chance ergriffen und mir 2 Wochen Nischenseiten-Verbot erteilt.

Welche Aufgaben haben dir besonders viel Spaß gemacht?

Die Updatevideos haben mir am Anfang am meisten Spaß gemacht. Ich wollte, dass die Videos auch interessant sind für Leute, die nicht unbedingt etwas mit Online-Marketing oder Nischenseiten zu tun haben. Für uns Nischenseiten-Nerds sollte dann der dazugehörige Blogbeitrag sein, indem ich alles etwas genauer und detaillierter beschrieben habe.

Gleichzeitig konnte ich mit den Update-Videos viele neue Dinge ausprobieren. In der 3. Woche habe ich zum Beispiel das erste Mal mit GoAnimate gearbeitet. Das ist ein Online Animationstool, mit dem man Whiteboard Animationen erstellen kann. Ich habe viel rumexperimentiert, ausprobiert, und die ganze Nacht durchgearbeitet. Als das Video dann fertig war, war das schon ein kleiner Glücksmoment.

Bei welchen Aufgaben lief es dagegen nicht so gut und warum?

Das Drehen der Testvideos war am Anfang die schwierigste Aufgabe. Momentan läuft es schon besser, aber am Anfang habe ich mich ständig versprochen. Jeden Satz musste ich mindestens 5 Mal wiederholen. Das waren die Momente, wo ich am meisten an dem ganzen Projekt gezweifelt habe und es gab schon die ein oder andere Situation, in der ich mich gefragt habe, ob ich überhaupt für das Sprechen vor der Kamera gemacht bin. Aber ich bin froh, dass ich es durchgezogen habe. Mit der Zeit wird es nämlich immer einfacher und alles geht viel schneller.

Die Arbeiten an der Nischenseite waren eher unspektakulär. Das ist eigentlich immer das Gleiche. Deswegen habe ich mir diese Aufgaben oft für das Ende der Woche aufgehoben. Leider blieb mir oft nicht viel Zeit nach dem Drehen der Testvideos. Zum Korrekturlesen der Artikel war deswegen nie Zeit. Da werde ich wohl bei dem einen oder anderen Artikel noch einmal drüber schauen müssen.

Hast du die Motivation bis zum Schluss aufrecht erhalten können?

Bis zum Schluss habe ich die Motivation leider nicht aufrecht erhalten können. Nach der neunten Woche war nicht mehr viel Motivation da. Wenn die Kraft weg ist, dann macht das ganze keinen Spaß mehr. Aber es wäre ja schade gewesen, die Nischenseiten-Challenge komplett abzubrechen.

Die letzten zwei Wochen musste ich mich eher zum Arbeiten zwingen. Auch das Drehen der letzten zwei Updatevideos ist mir extrem schwer gefallen. Aber jetzt habe ich es ja geschafft.

Wie ist der Stand deiner Nischenwebsite am Ende der Challenge?

Ich bin sehr zufrieden mit dem aktuellen Stand der Nischenseite. Die Einnahmen von 60 Euro reichen natürlich nicht ansatzweise, um die Kosten zu decken. Die liegen nämlich aktuell bei ca. 4.000 Euro. Am Anfang habe ich mir ca. ein Jahr ausgerechnet, bis ich mit der Seite schwarze Zahlen schreibe. So wie die aktuellen Rankings sich entwickeln, werde ich aber höchstwahrscheinlich schon deutlich früher den Break-Even-Point erreichen. Die Seite generiert schon Einnahmen, obwohl ich für viele Suchbegriffe noch nicht einmal gefunden werde.

Die Statistiken der Seite sind die Besten von allen meinen Nischenseiten. Die Sitzungsdauer (4:40), die Seiten/Sitzung (3,82) und die Absprungrate (50%) zeigen, dass ich auf einem sehr guten Weg bin.

Mit was bist du besonders zufrieden bzw. unzufrieden nach den 13 Wochen?

Zufrieden bin ich mit der aktuellen Entwicklung der Seite. Es hat ewig gedauert, bis die Seite für erste Suchbegriffe gefunden wurde. Erst nach 4 Wochen wurden mir die ersten Rankings bei den Google Webmaster Tools angezeigt. So lange habe ich noch nie warten müssen. Für so einen langsamen Start steht die Seite am Ende der Challenge gar nicht so schlecht da.

Etwas unzufrieden bin ich mit mir selber. Ich hab meine Gesundheit während der ersten Wochen ganz hinten angestellt. Für Sport und gesundes Essen war gefühlt nicht genug Zeit. Ich hab meine Tage mit To-Dos vollgepackt und viele wichtige Dinge des normalen Lebens sind dabei auf der Strecke geblieben. In Zukunft muss ich da eine Balance finden. Es gibt zwar Zeiten in denen man mal etwas mehr arbeitet, aber wenn die wichtigsten Dinge im Leben auf der Strecke bleiben, dann macht man garantiert etwas falsch. Die Rechnung dafür habe ich in Woche 10 bekommen.

Was waren deine wichtigsten Erkenntnisse aus der Challenge?

Es lohnt sich neue Dinge auszuprobieren. Ich war schon immer der Typ, der gerne neue Strategien ausprobiert hat. Als ich vor 3 Jahren mit dem Aufbauen von Nischenseiten angefangen habe, habe ich nichts anderes gemacht, als die Struktur und das Design von funktionierenden Seiten zu kopieren. Ich denke, dass ist auch ganz normal, wenn man sich vorher noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Wenn man aber irgendwann die Basics drauf hat, sollte man ständig neue Strategien ausprobieren.

Ich hatte mal eine Nischenseite auf der ich Luftbefeuchter für das Kinderzimmer verglichen habe. Ich war mit der Conversion Rate gar nicht zufrieden. Damals dachte ich mir „Vielleicht finden Eltern das Design nicht ansprechend genug“. Also habe ich viele verschiedene Header erstellt und probiert welcher am besten funktioniert. Das Einbinden von einem Bild mit einer Mutter, die sich um ihr Kind sorgt, hat damals dazu geführt, dass sich die Conversion Rate um 50% erhöht hat und die Absprungrate halbiert. Das war für mich der AHA-Moment in dem ich realisiert habe, dass man nicht immer mit dem Strom mitschwimmen, sondern auch mal neue Sachen ausprobieren sollte.

Mit der gleichen Einstellung bin ich die Nischenseiten Challenge angegangen. Ich schaue mir zwar an, mit welchem System meine Konkurrenz erfolgreich ist, aber generell versuche ich immer etwas Einzigartiges aufzubauen, was so schnell keiner kopieren kann. Deswegen investiere ich auch so viele Stunden in das Drehen meiner Testvideos, wozu viele höchstwahrscheinlich nicht bereit sind. Die Testvideos kommen sehr gut an und es wurden auch schon ein paar Maschinen gekauft. Das zeigt mir, dass es sich immer lohnt neue Dinge auszuprobieren.

Wie geht es mit deiner Nischenwebsite nun weiter?

Das Ziel ist nach wie vor, diese Nischenseite so erfolgreich zu machen, wie es nur geht. Bevor ich für die wichtigsten Suchbegriffe in den Top 5 bei Google lande, werde ich nicht aufhören diese Seite weiterzuentwickeln.

Das ganze werde ich aber nicht mehr „hauptberuflich“ machen. In den letzten Jahren habe ich viele Produkte für andere Unternehmen vermittelt. Jetzt ist es an der Zeit eigene Marken und Unternehmen aufzubauen. Wie damals bei den Nischenseiten werde ich die nächsten Monate damit verbringen Onlinekurse durchzugehen, um so viel wie möglich über das neue Thema zu lernen. Wenn der Kopf dann anfängt zu rauchen, schnappe ich mir zur Abwechslung einen Vollautomaten und teste diesen.

Ich werde auf meinem Blog auch weiterhin Updates veröffentlichen. Einen genauen Zeitplan dafür gibt es aber nicht.

Hast du zum Schluss noch Tipps für diejenigen, die das nächste mal bei der Nischenseiten-Challenge mitmachen wollen?

Als erfahrener Teilnehmer ist die Nischenseiten Challenge eine gute Möglichkeit, um in 13 Wochen ein neues Projekt zu starten. Als Anfänger kann die Zeit aber recht knapp sein. Ich hab mich 2014 auch als Teilnehmer angemeldet, bin mit dem Zeitplan aber überhaupt nicht zurechtgekommen. Es gibt so viele Konzepte, die man lernen sollte und unter Zeitdruck ist das nicht immer leicht. Wenn man dann 2 Wochen hinter dem Plan liegt, denkt man als Anfänger schnell „das hat überhaupt keinen Sinn mehr“.

Deswegen sollte man das ganze nur als persönliche Challenge sehen und den Erfolg der Seite erst einmal hinten anstellen. Nischenseiten sind nach wie vor eine große Chance für Leute, die anfangen wollen im Internet Geld zu verdienen. Aber wie bei vielen Dingen braucht es Zeit, bis man das komplette Konzept verstanden hat. Meine erste Nischenseite hat nie mehr als 30 Euro im Monat gemacht und unendlich viel Zeit verschlungen. Ich habe aber immer aus meinen Fehlern gelernt und mich getraut neue Dinge auszuprobieren. Aus diesem Grund kann ich heute sehr gut von meinen Nischenseiten leben.

Man sollte das Ganze also nicht als ein 13-Wochen-Projekt sehen, das dann fertiggestellt ist, sondern vielleicht als Chance, um irgendwann damit ein tolles (Neben)Einkommen zu beziehen.

Danke und weiterhin viel Erfolg

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2 Gedanken zu „Von Nischenwebsites leben und nie aufgeben – Erfahrungen und Tipps“

  1. Interessantes Interview, besten Dank. Die Videos von Moritz sind auf jeden Fall mit die besten, die ich bisher zu diesem Thema gesehen habe. Da kann man noch so einiges von lernen.

    Man sieht regelrecht, wie viel Arbeit dort drin steckt. Hoffentlich zahlt sich die Arbeit am Ende auch aus.

  2. Auch ich gehöre zu den begeisterten Besuchern von „Moritz seiner Nischenseite“ und bin von dem Ergebnis, das er uns heute präsentiert wirklich sehr angetan.

    Man spürt, dass Moritz seine Seite wirklich mit Herzblut produziert und ich freue mich, wenn der enorme Aufwand sich eines Tages wortwörtlich auszahlen wird.
    Auf der Liste der empfehlenswerten Nischenseiten steht seine Webseite auf jeden Fall.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Moritz zum Jahresende noch einmal einen Rückblick auf den weiteren Verlauf der Seitenentwicklung präsentieren würde.

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