WordPress für Nischenseiten – Dieses Plugin entfernt alle Blog-Features

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WordPress ist ein wunderbares CMS, welches jedoch immer noch vorrangig für Blogs gestaltet wurde. Auch wenn WordPress derzeit immer umfangreicher wird und inzwischen für weit mehr als nur Blogs geeignet ist und eingesetzt wird, bleibt der Ursprung jedoch stets sichtbar. Kommentare, Trackbacks, PressThis-Funktion und Help-Tabs, das alles braucht im Grunde niemand mehr, erst recht nicht wenn er mit WordPress keinen Blog betreibt.

Für alle die auf Basis von WordPress Nischenseiten umgesetzt haben oder betreiben, sind solche Features eher ein Klotz am Bein, als sinnvoller oder notwendiger Zusatz. Doch für genau die gibt es nun eine All-in-One Lösung, die alle Blogging-Features von WordPress entfernt.

Blogging Features auf Knopfdruck entfernen

Die Lösung stammt von der Maven Corp. und Ethan Jinks O’Sullivan, die sich genau zu diesem Aspekt mal Gedanken gemacht haben. Herausgekommen ist ein WordPress Plugin mit dem Namen Disable Blogging und das macht was der Name verspricht.

Disable Blogging deaktiviert, um es kurz zu machen, sämtliche Blogging Features in WordPress. Das ist für Betreiber von Nischenseiten natürlich wunderbar, da diese selbige oft nicht nutzen und von all den unnötigen Features nur abgelenkt werden bzw. sie mühsam per Hand deaktivieren müssen. Disable Blogging übernimmt das ab heute für euch und zwar vollautomatisch.

Nach der Installation entfernt Disable Blogging also Kommentare, Beiträge und weitere Menüpunkte, die das Bloggen betreffen. Außerdem werden Pingbacks, Trackbacks und Header Links entfernt, genau wie die Funktion Post via E-Mail etc. alles was mit dem Bloggen zu tun hat, wird vom Plugin ganz einfach herausgeschnitten. Dazu gehören auch die Hilfe-Tabs oder die Biografischen Angaben im Profil der Nutzer.

Nischenseiten-Aufbau E-Book

Nachteile von Disable Blogging

Doch es ist nicht alles Gold was glänzt und auch Disable Blogging hat seine Nachteile. Zum Beispiel die Tatsache, dass das Plugin auch das gesamte Dashboard entfernt, was dem ein oder anderen Nutzer eventuell zu viel sein könnte. Schließlich gibt es auf dem Dashboard üblicherweise interessante und nützliche Widgets.

Auch Betreiber einer Nischenseite haben beispielsweise oft Statistiken über ein Plugin realisiert oder nutzen ähnliche Funktionen, die in einer Übersicht auf dem Dashboard präsentiert werden. Natürlich ist das nicht lebensnotwendig, doch es ist ein großer Einschnitt, der dem einen oder anderen weniger gefallen dürfte. Ohne Dashboard gibt es schließlich keinen echten Einstiegspunkt mehr. Das kann Vorteil oder eben Nachteil sein.

Das gilt auch für das Login selbst, denn das leitet euch nicht etwa zu den Seiten weiter, sondern zum Benutzerprofil. Auch das ist ungewohnt und irgendwie fehl am Platz, schließlich wird hier so gut wie nie etwas geändert oder angepasst. Der Login sollte euch also wenn dann zu den Seiten weiterleiten, die ja auf Nischenseiten oft das Wichtigste sind, nicht aber in das Benutzerprofil. Finde zumindest ich.

Fazit zu Disable Blogging

Ich selbst gehöre zu den Bloggern, die einen Großteil der Admin-Funktionen deaktiviert haben. Dafür wollte ich aber nicht mehrere Plugins installieren, weshalb ich all das von Hand abgeschaltet habe. Die Kommentare zum Beispiel, die ungenutzten Menüs und nicht länger benötigte Widgets. Im Grunde habe ich WordPress innerhalb der letzten Jahre entkernt, um nur noch das zu integrieren, was ich wirklich brauche und jede Ablenkung und jeden Ballast restlos zu entfernen. Das war viel Arbeit, wurde oft getestet, hat hin und wieder nicht ganz so wie gedacht funktioniert oder Probleme verursacht, läuft inzwischen aber wirklich sehr gut. Endlich.

Disable Blogging versucht den Vorgang zu automatisieren bzw. einfacher zu gestalten und macht das sehr geschickt. Es entfernt in diesem Fall eben alle Blogging Features, die man nicht benötigt, wenn man WordPress für Websites oder eben Nischenseiten verwendet.

Das Problem bei solchen Lösungen ist natürlich, dass Disable Blogging nicht individuell ist. Es gibt keine Optionen und keine Schalter für bestimmte Mechaniken. Wer es installiert, entfernt die Blogging Features und gut ist. Keine Ausnahmen, keine Besonderheiten, keine Einstellungsmöglichkeiten.

Gerade das fehlen des Dashboards ist mir persönlich dann doch ein bisschen zu viel, weil ich das Dashboard einfach als Startpunkt innerhalb von WordPress sehe und viele meiner Plugins hier ein Widget platzieren. Es gewährt mir nach dem Login quasi einen ersten Überblick. Disable Blogging vernichtet diesen Vorteil, auch wenn es ansonsten gute Arbeit leistet.

Trotzdem… Wer sich nicht sonderlich gut auskennt und die Anpassungen nicht selbst vornehmen kann oder möchte, ist mit Disable Blogging wirklich gut beraten, um den Ballast loszuwerden, den kleine Nischenseiten oft nicht brauchen. Außerdem kann das Plugin auch jederzeit wieder deaktiviert werden und schon ist alles wieder wie gehabt.

Autor

David ist WordPress-Enthusiast, Performance-Fanatiker und Internetverrückter zugleich. Wenn er nicht gerade bloggt oder Websites optimiert, verbringt er die Zeit meistens mit seinem Hund, lässt das Smartphone mal Zuhause und genießt die internetfreie Welt.

Nischen-Detektiv

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21 Gedanken zu „WordPress für Nischenseiten – Dieses Plugin entfernt alle Blog-Features“

  1. Hallo David, ein wirklich sehr guter Beitrag, der tatsächlich für den Einen oder Anderen von großem Nutzen sein kann. Ich mag es sehr, wenn neue Features auf den Markt kommen und mir das Leben leichter machen.

    Doch von Disable Blogging bin auch ich nicht so überzeugt. Mit einem Klick verschwinden viele teils unnütze Dinge aus WORDPRESS. Doch mit Disable Blogging ist das mir ein Tick zu viel. Alleine der Umstand, dass das Dashboard verschwindet, ist für mich etwas zu viel. Ohne diesen Einstieg fehlt mir einfach etwas.

    Dann doch lieber die eine oder andere Spielerei in WORDPRESS manuell deaktivieren. So habe ich weiterhin die alleinige Kontrolle über meine Webseite.
    Danke für deine gewinnbringende Bewertung.

  2. Hey David,
    ein cooles PlugIn das du da vorstellst. Ich werde es mir mal näher anschauen.

    Auf der GitHub-Seite (https://github.com/factmaven/disable-blogging) ist beschrieben, wie man einzellne Features von diesem PlugIn „ausschalten“ kann. Dazu muss man allerdings den Quellcode anpassen. Was man ändern muss ist gut dokumentert, allerdings auf Englisch. (So hast du sogar jede Menge Einstellungsmöglichkeiten.)
    Ein Nachteil ist allerdings, dass deine Änderungen nach einem Update wieder weg sind.
    Ob bzw. wie ich damit das Dashboard behalten kann habe ich (noch) nicht getestet.

    1. Das ist aber schon schwach. Es wäre doch so einfach Einstellungen zu ermöglichen im WordPress-Admin. Das sollte man denen mal schreiben. 🙂

      Edit: Ich habe gerade im Plugin-Forum gelesen, dass der Entwickler an einer Einstellungs-Seite arbeitet, in der man dann alles bequem anpassen kann. Dann nutze ich es auch.

      1. Bequemer und Benutzerfreundlicher ist eine Einstellungs-Seite auf jeden Fall. Ich wollte nur anmerken, dass es die Möglichkeit gibt, einzellne Features abzuschalten.

        Schwach finde ich daran nur, dass die Einstellungen nach jedem Update wieder verloren sind. Ganz Ehrlich, wie oft werden die Einstellungen noch geändert wenn einmal die passende Einstellungen gefunden sind?

  3. Hey David, wo ich die Überschrift gelesen habe, dachte ich zuerst, cool jetzt hat er endlich ein eigenes Produkt entwickelt.

    Du bist ja quasi der absolute Experte in Sachen WordPress und Geschwindigkeit. Zumindest nehme ich sonst niemanden wahr.

    Ich warte ehrlich gesagt schon die ganze Zeit darauf, dass du ein Premium Plugin anbietest, das alle Optimierungen automatisiert. Ich würde es sehr wahrscheinlich Kaufen 😉

    Viele Grüße
    Johannes

  4. Macht das Plugin denn nur „kosmetische“ Änderungen oder wird WordPress dadurch auch schlanker? Wahrscheinlich nicht, oder? Das wäre für mich ein Hauptgrund für ein solches Plugin: Ich will das aufgeblähte WordPress ein wenig schrumpfen, um in Sachen Pagespeed noch etwas heruasholen zu können. Reines „Ausblenden“ finde ich da wenig hilfreich…

  5. Wenn es kein Dashboard mehr gibt, wie kann man denn dann noch im Backend arbeiten? Das verwirrt mich grad. Würde mich freuen, wenn du darüber noch ein Video drehen könntest.

  6. Das Plugin klingt ja an sich gar nicht so verkehrt und durchaus spannend, trotzdem ist es für mich ein No go wenn das Dashboard komplett verschwindet!? Ich werde dieses mächtige Werkzeug dennoch mal austesten, bin für sowas immer zu neugierig .
    Blendet das Plugin die Sachen nur aus oder wird WordPress damit tatsächlich schlanker?

  7. Das scheint zwar ein sehr interessantes Plugin zu sein, meiner Meinung werden aber teilweise einfach zu viele Sachen gelöscht. Wer keine Lust hat, die unwichtigen Sachen selber zu deaktivieren, ist damit sicher gut beraten. Ich für meinen Teil bearbeite die WordPress-Installation lieber selber, damit sie dann genau auf meine Wünsche zugeschnitten ist.

  8. Thank you, David, for your plugin review. We’re glad that you find it useful.

    We wanted to let everyone know that we have recently released a big update (v2.0.0) with a new settings page to allow you to manage the plugin options! On top of that, there are many improvements.

    While this plugin is currently in English, we are now working on making this plugin translatable in as many languages as possible. If anyone would like to help with a German translation, please feel free to contact us on our plugin support page or on GitHub:

    https://wordpress.org/support/plugin/disable-blogging
    https://github.com/factmaven/disable-blogging

    ———-

    Vielen Dank, David, für Ihre Plugin-Überprüfung. Wir freuen uns, dass es Ihnen nützlich ist.

    Wir wollten alle wissen lassen, dass wir vor kurzem ein großes Update (v2.0.0) mit einer neuen Einstellungsseite veröffentlicht haben, damit Sie die Plugin-Optionen verwalten können! Darüber hinaus gibt es viele Verbesserungen.

    Während dieses Plugin derzeit in Englisch ist, arbeiten wir jetzt daran, dieses Plugin in so vielen Sprachen wie möglich zu übersetzen. Wenn Sie mit einer deutschen Übersetzung helfen möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Plugin-Support-Seite oder auf GitHub:

    https://wordpress.org/support/plugin/disable-blogging
    https://github.com/factmaven/disable-blogging

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