Einfach anfangen, lernen und Erfahrungen sammeln – Nischenwebsite-Interview

Im heutigen Interview spreche ich mit einem Teilnehmer an der Nischenseiten-Challenge 2016.

Rouven gibt dabei Einblicke in die Planung und die Umsetzung seiner Nischenwebsite gesichtsbürste.eu. Zudem geht es auf Probleme, Plugins, Tipps und vieles mehr ein.

Viel Spaß damit.

Bitte stell dich meinen Lesern kurz vor.

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Mein Name ist Rouven, ich bin 30 Jahre alt und derzeit Master Student im Studiengang Engineering und Management.

Welche Erfahrungen mit eigenen Websites konntest du bisher sammeln?

Bisher habe ich nur eine Webseite wirklich aufgebaut, ich habe vorher schon das eine oder andere mal mit WordPress herumgespielt, aber nie ernsthaft eine Seite gebaut, die auch dazu bestimmt war online zu gehen, ich bin also noch totaler Neuling auf dem Gebiet.

Wie kamst du auf die Idee für deine Nischenwebsite?

Ich habe nach Ideen gesucht und auch eine vielversprechende gefunden, die gerade von einem der Nischenseiten Teilnehmer in ähnlicher Form umgesetzt wird, habe mich dann allerdings, auch aufgrund deiner hilfreichen Antwort, dagegen entschieden diese umzusetzen.

Während ich dann einige passable Ideen am Durchgehen war murmelte meine Freundin: “Diese … sind im Moment auch der absolute Trend“. Das ließ mich dann hellhörig werden, man steckt ja doch oft mit Nischenideen in eigenen Denkmustern und so hatte ich mal die Gelegenheit einen Impuls von außen zu bekommen und habe das dann auch gleich umgesetzt.

Meine Analyse ergab dann, dass die Nische recht profitabel sein könnte und auch aufgrund der Tatsache, dass ich mir zu dem Thema immer Feedback von meiner Freundin einholen konnte, habe ich mich dann dazu entschlossen die Idee umzusetzen.

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Hast du die Nische vorher analysiert? Wenn ja, wie?

Ja, ich habe die Nische mit dem Google Keyword Tool untersucht, um relevante Longtail Keywords zu erhalten und den Traffic abschätzen zu können, den ich mit einer gut platzierten Seite erreichen könnte.

Ich habe dann diese Zahlen mit den gängigen Durchschnittspreisen, der Amazon Provisionsrate und der üblichen Conversion Rate verrechnet, um den ungefähren Gewinn zu ermitteln. Nachdem dieser Teil meinen Vorstellungen entsprochen hat habe ich mir die Suchergebnisse angeschaut und dort erfreulicherweise auch 2, meines Erachtens nach schwächere, Nischenseiten entdeckt. Daher konnte ich zumindest sicher sein, dass es möglich ist, für dieses Keyword mit einer Nischenseite zu ranken.

Um nicht in eine Falle zu treten, habe ich dann die Konkurrenz analysiert, zum einen auf die Inhalte hin, zum anderen auf deren Backlinks. Dafür habe ich kostenlose Tools verwendet. Nachdem sich auch dort zeigte, dass sie nur sehr wenige Backlinks haben und teilweise noch dazu völlig themenfremde, die eher wie Spam aussahen, war das für mich der letzte Impuls, den ich brauchte, um in diese Nische einzusteigen.

Wie sah die Planung deiner Nischenwebsite aus?

Bei der Planung kam mir mein Studium zugute, nachdem ich dort schon etliche Projekte und Arbeiten, allein und in Gruppenarbeit anfertigen musste, habe ich das Vorgehen einfach übertragen. Das bedeutet, zunächst habe ich die Problemstellung vollständig formuliert, also in etwa „mit einer Internetseite Besucher von google auf die Seite leiten und dort Bedenken, die einem Kauf im Wege stehen ausräumen, um von Amazon eine Werbekostenerstattung zu erhalten“.

Daraus ergaben sich dann die nötigen Bausteine, die ich weiter aufgedröselt habe:

  • Besucher von google
  • Fragestellungen
  • Amazon

Interessant für den Seitenaufbau ist der Teil mit der Fragestellung, also habe ich recherchiert, welche Fragen zu dem Produkt gestellt werden, was die Bedenken sind und was die Vorteile des Produkts sind, die es für Menschen nützlich machen. Allgemein bin ich also von einer sehr groben Problemstellung immer weiter ins Detail gegangen und habe die Untergebiete der Problemstellung immer weiter verzweigt, soweit es nötig war.

Nachdem das alles recherchiert war hatte ich auch gleichzeitig einen Plan für die Artikel, die ich schreiben kann. Ich habe dann damit weitergemacht, das Ganze zu unterteilen, ich wollte auf der Webseite sowohl Produktvorstellungen haben, als auch ganz allgemeine Informationen zu der Produktart liefern. Wichtig war mir dabei auch, auf Kritikpunkte und negative Aspekte einzugehen, das ist zum einen fair und schafft zum anderen Glaubwürdigkeit. Für all das habe ich Mindmaps benutzt, um genau zu sein yed, ein kostenloses Programm, das einige nette Features bietet.

Neben dem inhaltlichen Aspekt war natürlich auch die grafische Gestaltung ein Thema. Dazu habe ich mir überlegt, wie ich mit der geringstmöglichen Anzahl an Buttons und Seiten alles das, was ich mir vorher überlegt habe unterbringen kann. Ich wollte keine unruhige Webseite, auf der sich die Besucher verloren fühlen und ich wollte zudem auch keine Seite, auf der einem direkt fünf Angebote entgegenschlagen. Mein Ziel war es, denjenigen, die ein starkes Kaufinteresse haben schnell die letzten entscheidenden Informationen zu liefern und andererseits die noch etwas Zögerlichen über Artikel zu einem passenden Produkt zu leiten. Hintergrund dieser Überlegung war die Annahme, dass diejenigen, die sowieso schon entschlossen sind etwas zu kaufen nicht noch großartig Artikel lesen wollen, sondern nur eine schnelle Vergleichstabelle brauchen, um sich zu entschließen, welches Produkt es genau werden soll. Die unsicheren hingegen werden meiner Meinung nach eher auf kritische Artikel anspringen, in denen die K.O Kriterien aufgelistet sind. Treffen diese für sie nicht zu werden sie hoffentlich weiterlesen und im Laufe des Artikels auf einen anderen Artikel weitergeleitet, der die positiven Aspekte beleuchtet und dann von dort aus weiter zu den Produkten selbst.

Die Seite soll also insgesamt so aufgebaut sein, dass sie entschlossene Besucher nicht unnötig aufhält und unentschlossene langsam überzeugt.

Mit welcher Technik hast du deine Nischensite umgesetzt? Welche plugins sind dir am wichtigsten?

Ich habe für die Umsetzung WordPress genutzt, die wichtigsten Plugins für mich dürften wohl ‚UpdraftPlus‘ und ‚Limited Login Attempts‘ sein, mit den beiden Plugins ist zum einen sichergestellt, dass ich ein Backup habe, falls mal etwas schiefläuft und zum anderen, dass ein gewisses Maß an Sicherheit gegeben ist.

Was die Gestaltung angeht dürfte es wohl ‚Beaver Builder‘ sein.

Wie ist das Layout deiner Nischenwebsite entstanden?

Auf zwei Arten, zum einen indem ich mir andere Nischenseiten angeschaut habe und zum anderen mit dem Ansatz, so wenig wie möglich und so viel wie nötig auf die Seite zu packen, wobei es gleichzeitig noch ansprechend aussehen sollte.

Wie bereits oben erwähnt bin ich kein Fan von überladenen Seiten und ich finde auch, dass auf vielen Blogs zu viel Unruhe auf der Seite herrscht, Informationen sind schwer zu finden und die Vielzahl an Widgets, vorgeschlagenen Posts und Bannern lenkt zu sehr vom Wesentlichen ab.

Wie einfach fällt dir das Schreiben von Artikeln und wie gehst du das an? Welche Inhalte hast du erstellt und warum?

Das Schreiben von Artikeln fällt mir recht einfach, wenn ich ein Thema habe, über das es sich zu schreiben lohnt, ich sehe auf vielen Nischenseiten, dass mehr oder weniger ein Thema immer und immer wieder durchgekaut wird, mit minimalen Änderungen, einfach nur um scheinbar größer zu wirken, darin bin ich nicht besonders gut.

Wie ich die Inhalte erstelle habe, habe ich ja bereits oben beschrieben, zumindest was die Artikel angeht. Beim zweiten Teil der Inhalte, den Produktvorstellungen versuche ich zweigeteilt vorzugehen. Auf der einen Seite die Technik, auf der anderen Seite der Benutzer.

Auf der technischen Seite versuche ich auf alle relevanten Aspekte einzugehen und zu beleuchten, welche Auswirkungen diese für die Benutzung haben.

Auf der Seite der Anwender versuche ich dann aus den technischen Gegebenheiten abzuleiten, für welche Nutzer gerade dieses Produkt interessant ist. So bräuchte jemand, der nur ein Viertel der Funktionen nutzt z.B. kein High End Gerät, sondern wäre vielleicht mit einem günstigeren Produkt besser beraten.

Auf welche Probleme bist du gestoßen und welche Erfahrungen konntest du sammeln?

Die Probleme, auf die ich gestoßen bin, sind zu zahlreich, um sie hier aufzuführen, ließen sich allerdings alle mithilfe von Recherche, netten Menschen, die mir Fragen beantwortet haben (wie dir, danke nochmal an dieser Stelle), zähneknirschend mit Geld (Plugins), oder einfachem herumprobieren lösen.

Die meisten waren technischer Natur, das größte Problem war allerdings den ersten Schritt zu tun, noch weit bevor ich den Luxus hatte, mich mit technischen Problemen herumschlagen zu können.

Ich habe auch schon, bevor ich den Schritt mich selbstständig zu machen gewagt habe, mit Seiten herumprobiert, Keywords nachgeschaut und mir Wissen angeeignet, aber nie den Schritt geschafft ein Gewerbe anzumelden und das Ganze online zu stellen. Das halte ich für das größte Problem.

Was sind nach deiner Erfahrung die größten Hindernisse für Neulinge bei der Erstellung einer Nischenwebsite?

Ich bin eher vorsichtig, in meinem Fall war daher das größte Hindernis sicherzustellen, dass alles Rechtliche seine Ordnung hat, von der Domain über das Impressum, die Steuererklärung, Gewerbeanmeldung, bis hin zum Google Vertrag. Das alles sicherzustellen hat mich eine Menge Zeit und Recherchearbeit gekostet.

An zweiter Stelle würde ich sagen ist alles was mit Programmierung zu tun hat, wärend man sich das Layout mit Custom CSS Plugins und ergoogeltem HTML Code noch sehr brauchbar hinbiegen kann, hörte es bei mir bei Funktionen, wie dem Google Opt Out Cookie einfach auf und ich wäre dort auch ohne Hilfe erstmal lange Zeit nicht weiter gekommen.

Wie verlief der Start deiner Nischenwebsite und wie hat sie sich bisher entwickelt?

Der Start meiner Webseite ist noch nicht sehr lange her, wirklich sichere Aussagen kann ich also noch nicht treffen, vor dem Hintergrund, dass es meine erste Seite ist bin ich jedoch schon froh, dass sie online ist und sie nach Eingabe der Adresse tatsächlich im browser erscheint.

Mit der Entwicklung bin ich ebenfalls zufrieden, mal abgesehen davon, ob sie erfolgreich sein wird oder nicht bin ich froh, dass ich mit der Seite erreicht habe, dass ich ein Grundgerüst habe, mit dem ich auch zukünftige Seiten umsetzen kann und das optisch so ist, wie ich es mir vorgestellt habe.

Ich habe außerdem sehr viel gelernt und werde bei der weiteren Bearbeitung immer schneller. Ich bin auch dabei, mir eine Arbeitsweise anzueignen, mit der ich zukünftig Aufgaben, für die ich noch vor kurzem recht lange gebraucht habe, mit einer Checkliste abarbeiten kann.

Was die Rankings angeht kann ich noch nicht allzu viel zu der Seite sagen, nachdem ich sie öffentlich geschaltet habe hat sie bisher für das Hauptkeyword ohne Backlinks nach einer Woche auf Seite 16 in google gerankt, springt für dieses Keyword aber noch sehr extrem hin und her. Für einige Longtails bin ich in den Top 50, ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, wenn noch mehr Artikel und Backlinks vorhanden sind.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Nischenseiten-Betreiber?

Traut euch den ersten Schritt zu machen und ein Gewerbe anzumelden, dann hat man auch einen Grund den Hintern hochzubekommen und etwas zu tun.

Danke für das Interview

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1 Kommentar “Einfach anfangen, lernen und Erfahrungen sammeln – Nischenwebsite-Interview”

  1. Danke für den Einblick, liest sich alle sehr interessant. Die Seite gefällt mir eigentlich auch recht gut. Einzig der transparente Hintergrund beim Text erschwert das lesen doch schon etwas.

    Wie viele Nischenseitenbetreiber würden mich die „nackten Zahlen“ der Seite interessieren. Wurde schon etwas verkauft? Wie viele Besucher hast du täglich auf deiner Seite – und woher kommen diese? (google?)

    Grüße
    Sebastian

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