Nischenwebsite-Erstellung zum Spaß – Ideen, Technik, Plugins und mehr

In meinem heutigen Interview spreche ich wieder sehr ausführlich mit einem Nischenwebsite-Betreiber über seine Erfahrungen.

Darin geht es unter anderem um die Ideenfindung, die technische Umsetzung, Plugins und einiges mehr.

Da das Interview so lang war, erscheint es in 2 Teilen.

Bitte stell dich meinen Lesern kurz vor.

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Ich heiße Jörg-Michael, habe die 50 bereits spürbar überschritten, gehöre also wahrscheinlich zu den „Senioren“ bei der diesjährigen Nischenseiten-Challenge und wohne und arbeite im wirklich wunderschönen Norden von Schleswig-Holstein. Hier hat mich vor mehr als dreißig Jahren die Liebe hingeführt.

Meine ersten Erfahrungen mit der Gestaltung von Internetseiten habe ich erstmalig vor fünf Jahren gesammelt. Damals ging es um eine private Homepage zu einem Hobby und weniger um das Ausreizen der Möglichkeiten, vielleicht mit einer Webseite einen Nebenerwerb zu erlangen.

Auch heute sehe ich weiterhin keine Notwendigkeit hier ein zweites Standbein zwingend aufzubauen. Mein Beruf gefällt mir sehr und so ist es wirklich nur die Freude am Experiment Nischenseite und Medium Internet, die mich voran bringt.

Wie waren deine bisherigen Erfahrungen mit Nischenwebsites?

Meine aktuelle Nischenseite luftbefeuchter4you.de ist das dritte Nischenseitenprojekt. 2015 habe ich zum ersten Mal an der Challenge teilgenommen. Dabei hat mich vor allem der freundliche und helfende Umgang miteinander im Kreis der Teilnehmer begeistert.

Noch heute zehre ich von diesen Kontakten und spüre, dass viele dabei sind, die sehr gerne uneigennützig ihr Fachwissen weitergeben mögen und helfen.

Die erste Nischenseite war finanziell, sagen wir es frei heraus: gar nichts :-) Es reichte gerade für die Domain- und Hostinggebühren.

Meine zweite Nischenseite habe ich aber mit den Erfahrungen aus der Challenge aufbauen können und ich muss sagen, da funktioniert alles deutlich besser.

Warum hast du an der Nischenseiten-Challenge teilgenommen?

Es gibt mehrere Gründe, warum ich an der Nischenseiten-Challenge teilgenommen habe.

Ich mag es zu experimentieren, besonders dann, wenn das Risiko minimiert ist. Mit der Challenge wollte ich ausprobieren, welche Optimierungsmöglichkeiten und –notwendigkeiten es für eine Seite gibt.

Ich sprach ja bereits davon, dass mir dieses Miteinander hier sehr gefällt. In den wöchentlichen Reports habe ich dabei die Möglichkeit, den Mitstreitern und Mitlesern mein Vorgehen zu erläutern und im gleichen Moment jede Menge Tipps und Ratschläge zu erhalten.

Darüber hinaus möchte ich sehr gerne meine Kenntnisse rund um das Thema Affiliate und die Technik zum Erstellen von Webseiten vertiefen. Der finanzielle Aspekt steht in meiner Motivation ganz hinten, aber die Möglichkeit, mit einer Seite Geld zu verdienen ist zweifelsfrei sehr nett. Ich rechne nicht mit großen Beträgen, im Gegenteil, aber ich erhoffe für mich zu verstehen, wie es funktioniert.

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Wie kamst du auf die Idee für deine Nische? Hast du die Nische vorher analysiert?

Damit sprichst Du das heikelste Thema an. Die Idee und Analyse war das Schwerste bisher überhaupt. Ich will da ganz ehrlich sein, begonnen habe ich damit, dass ich einfach nur in meinem Umfeld geschaut habe, was mich interessieren könnte.

Da gab es doch tatsächlich Themen wie Kugelschreiber und Computertastatur. Alles war aber am Ende nichts anderes als ein Brainstorming, bei dem fast jedes Thema wieder verworfen wurde. Mehr durch einen Zufall bin ich auf die jetzige Nische gestoßen. Ich sah einen Luftbefeuchter und schrieb den Begriff auf meinen großen Zettel. Tja, manchmal sind die Geschehnisse im Leben schon überraschend. Darüber hinaus habe ich mittels Google-Suggest versucht Suchanfragen zu erfassen.

Dann ging es aber an den nächsten Schritt. Ja, ich habe die Nische vorher sehr ausführlich analysiert. Und ich kann jedem nur raten, dies auch für sich zu tun. Viel zu schnell merkt man sonst irgendwann, dass alles umsonst war. Zu meinen Analysetools gehörte diesmal der Adwords Keyword Planer und Google Trends. Nicht zuletzt lag mir das Suchvolumen und das finanzielle Potential sehr am Herzen. Beides habe ich ebenfalls analysiert.

Ich habe als Mindestmaß 10.000 Suchanfragen pro Monat festgelegt. Alle Keywords, die unter diesem Wert lagen, sind herausgefallen und hatten den Recall diesmal nicht erreicht. Mein letztes und dann ausgewähltes Keyword punktete dabei mit 14.800 Suchanfragen.

Beim Adword-Preis habe ich einen Wert von mindestens 1,00 Euro als Grenze gesetzt und bin abschließend bei meinem Keyword, das sich dann in der Domain wiederfindet, bei 1,54 Euro gelandet.

Alle Ergebnisse landeten auf einer großen, selbsterstellten Exceltabelle und ergaben dann eine Übersicht, bei der verschiedene Begrifflichkeiten aufgrund der Ergebnisse sofort auszuschließen waren. Dieser Vorgang hat recht lange gedauert, aber es war mir diese Zeit wert.

Darüber hinaus habe ich mit einer SEO-Toolbar eine Konkurrenz-Analyse vorgenommen, welche die Suchergebnisse direkt im Browser analysiert und die natürlich wichtig ist. Dabei habe ich feststellen können, dass auf den ersten Seiten überwiegend Amazon, ebay und Bauhäuser auftauchten. Klar gibt es ähnliche Seiten und selbst bei der diesjährigen Challenge sogar die gleiche Nische.

Bei Amazon habe ich mir angeschaut wie die Provisionen aussehen, die sich nach Rubriken unterscheiden. Alle Provisionen unter 5 Prozent sind dabei für mich weggefallen. Aber ich sagte mir: Mensch, hast doch nichts zu verlieren… Also war das Thema gewählt.

Und eins habe ich inzwischen gelernt: Es lohnt sich nicht zwei Wochen über eine Nische nachzudenken, diese immer wieder zu verwerfen und dann nach zwei Wochen festzustellen, dass es doch vielleicht noch einige Keywords gibt, die deutlich bessere Zahlen aufweisen.

Wie sah die Planung deiner Nischenwebsite aus?

Ich habe mir, wie sicherlich viele hier, überlegt, welchen Nährwert meine Nischenseiten haben sollte. Ich will das mit dem Begriff „Nährwert“ oder „Mehrwert“ hier nicht überstrapazieren, denn Nischenseiten sind aus meiner Sicht Produktseiten, bei denen es darum geht, einen Artikel zu verkaufen. Und das alles ohne viel einzubringender Energie. Ich bin weit davon entfernt zu behaupten, dass meine Seite ein MUSS für jeden ist, der etwas über Luftbefeuchter wissen möchte. Eher ein kleines Rädchen in einer großen Maschine.

Ich will Kaufanreize schaffen. Aber nur einen Produktkatalog zu erstellen, das ist mir dann doch zu wenig. Wo immer möglich, wollte ich auch Fragen beantworten, die ich selbst hatte, als ich mich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigte. Also eine Mischung zwischen Produktkatalog und kleinem Ratgeber. Erfreulicherweise habe ich dann sogar Themenvorschläge von Mitstreitern zugeschickt bekommen.

Vollkommen entgegen jeder Logik habe ich mich als Erstes mit dem Header-Logo beschäftigt. Ich bin ein schlechter Grafiker, also habe ich dieses bei Fiverr in Auftrag gegeben. Mit einem Lächeln durfte ich feststellen, dass ich da noch einen Gutschein hatte.

Anschließend habe ich mit Powerpoint ein komplettes Übersichtsmenü aller Seiten geschaffen.

Und mit meinem Hoster habe ich auch einen Anbieter gefunden, der mir einen guten Service zu einem sehr ansprechenden Jahrespreis von 6 Euro bietet. Auch dies war Teil meiner Vorabplanungen.

Mit welcher Technik hast du deine Nischensite umgesetzt? Welche Plugins sind dir am wichtigsten?

Ich hatte drei Möglichkeiten: typo3, HTML und WordPress und habe mich sehr schnell für WordPress entschieden. Das Programm, das mir am wenigsten technische Probleme bereiten sollte und mit dem ich mich am besten auskannte.

Anschließend habe ich das Theme HUEMAN ausgewählt, erste Inhalte eingespielt und festgestellt: das Wahre ich das nicht für meine Seite.

Schlussendlich bin ich beim Standard-Theme Twenty Thirteen gelandet und denke, dass ich damit eine gute Entscheidung getroffen habe.

Meine Plugins sind die Plugins, die sicherlich die meisten hier verwenden:

  • WordPress SEO by Yoast
  • WP Product Review
  • Limit Login Attempts
  • Google Analytics Opt-Out
  • WP-Memory-Usage
  • WP Minify Fix
  • Post Teaser
  • Contextual Related Posts
  • Cache Enabler
  • BackWPup
  • tablePress
  • Amazon Bestseller
  • SI CAPTCHA Anti-Spam
  • AmazonSimpleAdmin
  • WP Cookie Choice
  • WP Fastest Cache

Damit ist aber wirklich das „Ende der Fahnenstange“ erreicht – ich empfehle allen bei Plugins sehr zurückhaltend zu sein. Die Seitenladezeiten danken es Euch.

Weiter geht es in Teil 2

des Interviews in der kommenden Woche. Darin gibt es Einblicke in die Layoutgestaltung, Inhalte, Traffic und mehr.

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