Nischenwebsite-Hosting, Partnerprogramm und Domain-Tipps – Interview mit Mittwald

Nischenwebsite-Hosting, Partnerprogramm und Domain-Tipps - Interview mit MittwaldMittwald ist einer der Hosting-Anbieter, die ich seit längerem für Blogs und Nischenwebsites nutze. Deshalb hat es mich sehr gefreut, dass ich Mittwald als Sponsor der Nischenseiten-Challenge 2018 gewinnen konnte.

Im Zuge dessen habe ich ein Interview mit Florian Jürgens von Mittwald geführt, um euch ein paar mehr Einblicke zu geben.

Es geht unter anderem um das Leistungsangebot, WordPress-Hosting, Datenschutz, Domain-Tipps und einiges mehr.

Wie ist Mittwald entstanden und an wen richtet ihr euch?

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Hallo Peer! Vielen Dank zunächst einmal für die Gelegenheit zu diesem Interview!

Wir sind vor etwas über 15 Jahren mit einem kleinen Team von fünf Personen im ostwestfälischen Espelkamp gestartet. Vier der fünf „Gründungsmitglieder“ sind übrigens bis heute an Bord. Wir sind 2003 aus einer familiengeführten Druckerei heraus entstanden, die seit Ende der 1990er Jahre auch als Agentur im Bereich Webentwicklung tätig war.

Im Rahmen eines größeren Kundenprojekts sind wir bei der Recherche nach einem geeigneten System auf TYPO3 aufmerksam geworden. Das System hat uns sofort begeistert, wir haben aber ebenfalls erkannt, dass es Agenturen schwer haben werden, das System zu installieren, konfigurieren und langfristig sicher zu betreiben. Das war quasi unsere Geburtsstunde. Wir haben daraufhin beschlossen, uns gezielt auf das Hosting für Agenturen und den damit einhergehenden Service zu konzentrieren. Diesen Weg gehen wir bis heute konsequent weiter und werden ihm auch in den kommenden Jahren folgen.

Wie hat sich Mittwald bis heute entwickelt? Wie viele Kunden habt ihr?

Wir sind gemeinsam mit unseren Agenturkunden der ersten Stunde gewachsen. Viele der Agenturen, die wir im Jahr 2003 als Kunden begrüßen durften, sind bis heute bei uns und haben uns im Laufe der Jahre mit Feedback und Empfehlungen unterstützt. Im Gegenzug haben wir unsere Produkte und Serviceleistungen immer auf die Anforderungen unserer Kunden ausgerichtet. Dieses partnerschaftliche Wachstum ist vermutlich ein wesentlicher Erfolgsfaktor und auch eine Besonderheit, die uns auszeichnet. Agenturen wissen sehr zu schätzen, dass wir uns auf ihren Bedarf konzentrieren. Aktuell unterstützen wir 5.000 Agenturen im deutschsprachigen Raum dabei, den reibungslosen Betrieb von 150.000 Websites sicherzustellen.

Welche Leistungen bietet ihr an? Ist da auch etwas für Nischenwebsite-Betreiber dabei?

Wir sehen uns, anders als viele Marktbegleiter, nicht ausschließlich als technischen Dienstleister, sondern vielmehr als ganzheitlichen Partner für Agenturen. Die Basis ist und bleibt natürlich das Hosting-Geschäft, doch wir unterstützen unsere Agenturkunden auch in anderen Bereichen. So helfen wir bei kniffligen Fragestellungen weiter, die bei speziellen Anforderungen von Kundenprojekten nun mal auftreten können. Der Betrieb von 150.000 Websites und die 15-jährige Erfahrung sorgt natürlich dafür, dass wir für sehr viele Fragen die passenden Antworten haben.

Zudem sorgen wir dafür, dass die bei uns laufenden Projekte möglichst sicher laufen. Dies fängt damit an, dass wir tagesaktuelle Software bereitstellen, Updates von PHP, MySQL, CMS und Shopsystemen per Klick anbieten und unsere Kunden proaktiv über neue Versionen und Sicherheitslücken informieren. Auf Wunsch spielen wir Sicherheitsupdates in zahlreiche Systeme auch für unsere Kunden ein. Dies erspart einer Agentur, die zahlreiche Kundenprojekte betreut, einiges an Zeit.

Es wird vermutlich schon jetzt sehr deutlich, dass unser Fokus auf der Betreuung von Webprofessionals, also Agenturen und Freelancern liegt. Doch natürlich sind auch zahlreiche Unternehmen, Organisationen, Startups und Einzelunternehmer Kunden bei uns. Denn nicht alle Agenturen wollen selbst hosten sondern empfehlen stattdessen uns als Hostingpartner. Direkte Unternehmenskunden profitieren genauso von unserem Knowhow und unserem erstklassigen Service.

Unser Hostingangebot deckt vom kleinen Blog bis zum stark frequentierten Onlineshop alle mir bekannten Anforderungen ab, die für Nischenwebsites relevant sein könnten. Technisch heißt dies, dass vom Webhostingpaket über einen virtuellen Server bis hin zum dedizierten Managed Server alles möglich ist. Auch spezielle Anforderungen wie Solr oder Varnish decken wir auf Kundenwunsch ab. Ein Wechsel zwischen den einzelnen Tarifen und Tarifgruppen ist jederzeit möglich, so dass man schnell auf Veränderungen im Besucheraufkommen reagieren kann.

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Wie sieht es bei euch mit WordPress-Hosting aus?

Groß geworden sind wir mit dem Content Management System TYPO3. Doch bereits vor zehn Jahren haben wir erkannt, dass Agenturen und Unternehmen natürlich auch Bedarf nach anderen Systemen haben. Daher haben wir damals unser Angebot deutlich erweitert und bieten seit vielen Jahren auch Hosting und Serviceleistungen für WordPress, Joomla!, Shopware und Magento an.

Wenn man auf die Anzahl der Neuinstallationen schaut, ist WordPress bei uns inzwischen sogar auf dem ersten Platz. Insofern tun wir natürlich alles dafür, dass das System bei uns optimal läuft und wir auch Profis im Alltag noch hilfreiche Tipps zum Betrieb von WordPress Projekten geben können. Da WordPress aufgrund von Plugins wie BuddyPress oder WooCommerce inzwischen für immer größere Projekte eingesetzt wird, beschäftigen wir uns intensiv mit der aktuellen Entwicklung des ursprünglich mal als Blog gestarteten Systems. Schließlich wollen wir auch für anspruchsvolle WordPress Projekte der perfekte Partner sein.

Der Datenschutz hat dieses Jahr hohe Wellen geschlagen. Wie ist Mittwald hier aufgestellt?

Zum Glück hast Du das verbotene Wort nicht gesagt 😉 Die DSGVO hat uns in diesem Jahr natürlich sehr stark beschäftigt. Wir betreuen insgesamt über 30.000 Kunden, mit denen wir selbst Aufträge zur Datenverarbeitung abschließen mussten. Dies ist bei uns bequem und vor allen Dingen papierlos in unserer Kundenverwaltung möglich. Bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Projekts haben wir sehr viel gelernt. Sogar so viel, dass wir daraus coole Mehrwerte für unsere Kunden geschaffen haben.

Unser DSGVO-Wissenspaket fasst das angesammelte Wissen zusammen, welches aus unserer Sicht für Agenturen und Betreiber von Websites relevant ist. Enthalten sind auch zahlreiche Mustervorlagen für AV-Verträge, Datenschutzerklärungen usw.. Mit unserem AV-Wizard haben unsere Kunden zudem die Möglichkeit, selbst bequem AV-Verträge mit ihren Kunden abschließen zu können. Die Erstellung der jeweiligen Verträge geht dank einer Vielzahl an Musterbeispielen sehr schnell.

Aus technischer Sicht hat die DSGVO auf uns nur wenig Einfluss gehabt. Da unser eigenes Rechenzentrum hier am Standort Espelkamp seit vielen Jahren TÜV-zertifiziert ist, mussten wir von Beginn an sehr hohe Anforderungen erfüllen. Daher betrafen uns die Neuerungen der DSGVO nur in wenigen Bereichen. Eine Ausnahme ist jedoch die Speicherung von Logfiles, die seit Ende Mai nur noch anonymisiert und zudem nur für eine beschränkte Dauer erfolgen darf. Diese Vorgaben haben wir systemseitig als neuen Standard eingeführt, unsere Kunden müssen diesbezüglich also nichts konfigurieren, um DSGVO-konforme Logfiles zu nutzen.

Andere Aspekte der DSGVO, wie die neuen Richtlinien zur Nutzung von Datenschutzerklärungen oder zur Nutzung von Cookies, liegen natürlich im Ermessen unserer Kunden. Mit dem bereits erwähnten DSGVO-Wissenspaket liefern wir die notwendigen Vorlagen, die Verantwortung für die konkrete Umsetzung liegt aber beim Websitebetreiber.

Welche Bedeutung hat nach deiner Erfahrung das Hosting generell für den Erfolg einer Website?

Indirekt kann ein Hostingpartner schon Einfluss auf den Erfolg von Websites haben. Der Hoster soll dem Websitebetreiber halt die optimale Basis für seine Kreativität bieten und idealerweise technische Herausforderungen von Beginn an für ihn lösen. Niemand hat Lust und Zeit, sich mit der Konfiguration von Webservern auseinanderzusetzen – außer unseren Admins natürlich!

Wenn technisch alles einwandfrei funktioniert und der Hostingpartner bei neuen Anforderungen, wie zuletzt beim Thema SSL-Verschlüsselung im Zuge der DSGVO, schnell gute Lösungen anbieten kann, ist alles bestens. Wer zum Beispiel Wert auf ein hochwertiges SSL-Zertifikat legt, kann bei uns aus mehreren Varianten auswählen. Wer für die Verschlüsselung kein Geld ausgeben möchte, kann auf unsere kostenlosen Let’s Encrypt Zertifikate zurückgreifen. So versuchen wir, für jede Anforderung eine gute Lösung zu bieten.

Natürlich kann auch die Performance der Website zu einem gewissen Grad Einfluss auf den Erfolg einer Website haben. Sei es durch die positive Wirkung auf den Besucher oder durch ein besseres Google-Ranking. Wie eingangs bereits erwähnt, steht für mich eine professionelle Betreuung jedoch im Vordergrund. Diese schafft wichtigen Freiraum im Alltag.

Welche Probleme und Fehler von Einsteigern siehst du bzgl. des Hostings immer wieder?

Den einen Fehler gibt es aus meiner Sicht nicht. Ein paar Klassiker gibt es aber schon. Das fängt bei der Wahl des richtigen CMS oder Shopsystems an. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Blick auf verschiedene Systeme zu werfen. Vom Funktionsumfang bis hin zur Usability gibt es vieles zu beachten. Auch bei der Wahl der Domain würde ich auf Nummer sicher gehen. Diese sollte möglichst aussagekräftig und prägnant sein. Hat man sie erst einmal kommuniziert, würde ich sie auf jeden Fall beibehalten – auch wenn später eine vermeintlich bessere Domain verfügbar ist. Die Domain fungiert ja gerade bei Shops quasi auch als Markenname. Zu guter Letzt würde ich noch empfehlen, die wichtigsten rechtlichen Aspekte (Datenschutz, Urheberrecht) mit akzeptablem Aufwand zu berücksichtigen. Hierzu gibt es im Netz ja inzwischen genügend gute Quellen, unter anderem auf Deinen Blog.

Welche Tipps kannst du für die Auswahl des optimalen Hosting-Tarifs geben?

Noch wichtiger als der richtige Tarif ist aus meiner Sicht zunächst einmal die Auswahl des richtigen Hostingpartners. Der sorgt nämlich idealerweise dafür, dass das Hosting sinnvoll mitwachsen kann. Technisch ist es inzwischen problemlos möglich, die Leistung einer Hostingumgebung dynamisch anzupassen, ohne manuell Daten, Domains oder Postfächer umziehen zu müssen. Einzig beim Wechsel der Hostingplattform, zum Beispiel beim Umstieg von einem virtuellen Server auf einen dedizierten Server, sind je nach Hoster kleinere Anpassungen notwendig. Wer also schon weiß, dass das Besucheraufkommen auf der eigenen Nischenwebsite stark schwanken kann, sollte vielleicht nicht mit einem kleinen Webhostingpaket starten, sondern direkt auf einen vServer setzen.

Ansonsten sollten ein SSL-Zertifikat oder Let’s Encrypt inzwischen zum Standard eines jeden Hostingpakets gehören.

Ihr bietet ein Partnerprogramm an. Wie funktioniert es und was kann man damit verdienen?

Unser Partnerprogramm richtet sich recht gezielt an Agenturen und Freelancer. Von den Provisionen für vermittelte Hostingkunden können grundsätzlich zwar auch Unternehmen oder Existenzgründer profitieren, viele der Vorteile sind jedoch auf Agenturen ausgelegt. Provisionen erhält man, wenn bei einer Neubestellung entweder der eigene Partnercode verwendet wird oder die Bestellung über einen Partnerlink erfolgt. Alle entsprechenden Infos hierzu gibt es nach der Anmeldung zum Partnerprogramm in unserer Kundenverwaltung. Dort stellen wir auch zahlreiche Banner für die eigene Website zur Verfügung.

Agenturen profitieren noch auf eine weitere Weise von unserem Partnerprogramm. Sie können bei uns nämlich ein Agenturprofil hinterlegen und darin ihre Leistungen beschreiben. Bekommen wir dann von einem Unternehmen die Frage nach einer geeigneten Agentur, greifen wir bei der Empfehlung auf unseren Pool zurück. Daraus ergeben sich für Agenturen zum Teil spannende Kundenprojekte oder Kooperationsmöglichkeiten.

Zum Schluss würde ich mich über deine Tipps für die Auswahl der optimalen Domain freuen.

Einige Aspekte bei der Domainwahl habe ich weiter oben ja bereits erwähnt. So sollte man seiner Domain treu bleiben und einen möglichst aussagekräftigen und knackigen Domainnamen auswählen.

Für die neuen generischen TLDs (.business, .shop etc.) sind wir Deutschen vermutlich noch nicht bereit. Instinktiv versuche ich meistens auch zunächst die .de-Variante. Sollte es also eine geeignete .de-Domain geben, würde ich diese auf jeden Fall bevorzugen.

Ob man zu seiner Domain noch weitere Varianten mit anderen TLDs kauft, ist sicher eine Glaubensfrage. Am ehesten macht dies vermutlich Sinn, um es Wettbewerbern nicht zu einfach zu machen, ähnliche Websites mit ähnlichen Domains aufzusetzen.

Unter dem Strich würde ich sagen, dass bei der Domainwahl das eigene Bauchgefühl vermutlich meistens recht hat…

Danke für das Interview

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