Nischenwebsite-Layout, Texte, Probleme & mehr – NSC-Interview Teil 2

Im ersten Teil des Interviews ging es um das Finden einer Nische, den öffentlichen Druck der Challenge, interessante Plugins und mehr.

Im heutigen zweiten Teil spricht Roland über das Layout seiner Nischenwebsite miniteich-ratgeber.de, die Texterstellung, Probleme und einiges mehr.

Wie ist das Layout deiner Nischenwebsite entstanden?

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Das Layout war eher ein glücklicher Zufall. Mich beschäftigt am Anfang, und da kann ich kaum aus meiner Haut, sehr das Layout, das Design. Generell brauche ich ein Logo und festgelegte Farben um überhaupt starten zu können. Also fing ich ganz früh mit der Entwicklung eines Logos an und führte auch eine Befragung auf meinem Blog durch.

Danach suchte ich, wie viele andere auch, nach Fotos in den einschlägigen Bilderdiensten. Doch es gab keine Bilder zum Thema Miniteich und so entwickelte ich aus der Not heraus graphische Elemente, die sich durch die ganze Seite ziehen und einen Wiedererkennungswert schaffen.

In dieser Phase ist auch der Sympathieträger der Seite, der Frosch, entstanden. Dieser Frosch findet sich im Logo, als Textgestaltungselement und in den Call to Action Buttons wieder. Es wurde sogar ein Fanshop um diesen Frosch herum geschaffen.

Der Schritt ‚Logo und Farben‘ war also der erste Schritt, der Rest entstand aus der Not heraus und stellt sich im Nachhinein als glückliche Fügung heraus, die außerhalb jeder Planung lag.

Inzwischen gibt es eine Reihe von Fotos, an die ich gekommen bin, doch diese ordnen sich dem Layout unter und dienen nicht als zentrales Element des Layouts.

Wie einfach fällt dir das Schreiben von Artikeln und wie gehst du das an?

Das Schreiben von Artikeln fällt mir relativ leicht. Zuerst brauche ich eine Überschrift, die aber durchaus noch einmal angepasst werden kann. Danach formuliere ich zwei oder drei Einleitungssätze gefolgt von den ersten Zwischenüberschriften.

Unter diesen Zwischenüberschriften sammeln sich dann mitunter erst einmal Stichpunkte, die dann ausformuliert werden.

Während des Schreibens fällt mir immer mehr ein und Gedankensplitter finden als Notiz am Ende des Textes ihren Platz. Ebenso finden sich dort Links, die Ideenquellen sind oder auch Seiten die dann verlinkt werden.

Beim Erstellen des Textes überlege ich mir wie stark ich ein Unterkapitel ausbaue und ob es sinnvoll ist einen weiteren Ergänzungsartikel dazu zu schreiben. So entsteht sozusagen schon eine interne Verlinkung und ein Plan für weitere Artikel.

Beim Schreiben nutze ich gerne Techniken wie Listposts, also so etwas wie „In 5 einfachen Schritten zum …“ oder ich liefere zu häufigen konkreten Fragen eines Themas die Antworten. Beispiel: Aus „Wie pflege ich xy richtig?“ wird „So wird xy richtig gepflegt“. Ein Fazit, wenn angebracht, darf nicht fehlen.

Als Quelle nutze ich Bücher, Zeitschriften, Ratgeberseiten und Foren. Doch gerade bei Foren muss man aufpassen. Häufig bin ich auf gegensätzliche Inhalte gestoßen und musste dann weiter recherchieren oder herausfinden wieso diese oder jene Meinung besteht und wie fundiert diese ist. Foren strotzen nicht nur von Fachwissen, sie strotzen auch von Fehlinformation.

Welche Inhalte hast du erstellt und warum?

Beim Miniteich Ratgeber habe ich Texte, Skizzen, Zeichnungen, Fotos und Tabellen erstellt. Ein Video könnte noch folgen.

Teilweise habe ich extrem lange Artikel (einer hat über 6.000 Worte, das sind über 30 DIN A 4 Seiten) erstellt. Das ist auch für mich ein Experiment gewesen, das sich aber gelohnt hat. Mit dem Plugin Table of Contents gibt es ein Inhaltsverzeichnis und jeder kann in diesem umfassenden Artikel zu dem Punkt springen, der ihn interessiert. Zudem erfasst Google jeden vom Plugin erzeugten Ankertext als internen Link und verweist in den Suchergebnissen sogar direkt auf den Textabschnitt.

Zudem bieten die langen Artikel ein hohes Potential, um dorthin zu verlinken oder auch von dort heraus zu verlinken. Das muss aber erst wachsen, diese Verlinkungen stehen nicht am ersten Tag.

Diese langen Artikel habe ich erstellt, um den Leser auf einen Blick zu informieren. Stoße ich auf Seiten, auf denen ich von einem Artikel zum nächsten geschickt werde, um etwas in Erfahrung zu bringen, steige ich oftmals aus.

Mit meinen langen Artikeln wollte ich dem Leser so etwas wie ein Buch an die Hand geben. Mag gut sein, dass dieser Artikel die Grundlage für ein E-Book über Miniteiche wird. Oder ich erzeuge ein PDF mit dem Titel „Alles über Miniteiche – kostenfreier Download“.

Diese Texte widersprechen einer Definition von Nischenseite, nämlich der Ansicht eine Nischenseite sollte mehr Produkt- denn Informationsseite sein.

Ein weiterer Gedanke hinter den langen Texten ist der SEO Gedanke. Inhalte sind das, von dem das Internet lebt und von den Suchmaschinen geliebt wird. Allerdings kenne ich Beispiele bei denen es anders ist. Eine gut gewählte Nische muss nicht ausufernde Texte haben, wie ich sie habe.

Des weiteren habe ich ein Spiel zum nachbauen entwickelt und zum Download bereit gestellt. Spiele werden gerne angenommen. Es wird noch das eine oder andere Spiel oder Ausmalbild zum Thema Teich oder Frosch folgen. Wenn der Leser sonst nichts nützliches gefunden hat, so konnte er möglicherweise hier fündig werden und etwas mitnehmen.

Wichtig ist auch die Seite „Über uns“. Sie soll beim Leser Vertrauen erzeugen und zeigen wer dahinter steckt. Im realen Leben kann man von Angesicht zu Angesicht recht schnell zwischen gut und böse unterscheiden. Der Mensch muss immer wissen ob Gefahr lauert oder nicht. Eine „Über uns“-Seite übernimmt diese Funktion von Angesicht zu Angesicht.

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Wie verlief der Start deiner Nischenwebsite?

Der Start verlief gut, im Internet wie auch auf der Challengeseite. Die Challengeseite ist die ideale Plattform die erste Durststrecke zu überwinden, bis man das Feedback der freien Wildbahn erfährt. Für mich war der erfolgreiche Start der, als die ersten Leser auf dem Nischenseiten-Guide kommentierten.

Aber ich denke du meinst eher die freie Wildbahn, die Besucherzahlen, die Rankings.

Was das Internet anbelangt, so hatte ich schnell Besucher. Am ersten Tag 4 Besucher und in der darauf folgenden Woche bereits täglich 25 Besucher. Von Woche zu Woche stiegen die Besucherzahlen kontinuierlich an und die Rankings stiegen ebenfalls. Eine Zeit, in der man regelrecht von positiven Eindrücken und Zahlen verwöhnt wird.

Langsam wurde ich dann auch nervös, weil ich bis fast zum Ende der Challenge keine Idee bezüglich der Vermarktung hatte und ich immer noch nach einem Geheimnis suchte, das Besucher von einer Seite zur nächsten führt und somit auch von einem Produkt zum nächsten.

Ein Vorkommnis der unschönen Art gab es dann doch noch. Meine Seite hatte irgendwann in den Anfangswochen unter Angriffen (Brute force Attacke) zu leiden. Das war so heftig, dass mein Provider mich anrief und mir Vorschläge machte was zu tun sei. Die Seite wurde vorsichtshalber mehrere Stunden vom Netz genommen. Nach der Installation eines Sicherheitsplugins und einigen Einträgen in der htaccess war dann Ruhe.

Das ist die Gefahr der öffentlichen Challenge. Ich denke in den Nischenseiten sehen manche leichte Opfer für ihre Ziele. Den einen oder anderen Mitbewerber hat es diesbezüglich noch wesentlich härter erwischt.

Auf welche Probleme bist du gestoßen und welche Erfahrungen konntest du sammeln?

  • Ich hatte die Nische unterschätzt. Das Thema lässt sich nicht auf ein paar Produkte und ein paar Beschreibungen herunterbrechen.
  • Die Vermarktung war lange Zeit ein Problem. Ich wollte außerhalb von Amazon agieren, doch das ist nur beschränkt gut möglich. Anfragen über Affiliatenetzwerke werden oftmals sehr spät beantwortet, so dass es praktisch schon zu spät war. Außerdem zeigt mir so eine späte Reaktion eher das Desinteresse der Partner. Das muss ich nicht haben.
  • Die Sicherheit einer Nischenseite, die öffentlich innerhalb einer Challenge erstellt wird, ist äußerst wichtig. Im Grunde sollte man nur daran teilnehmen dürfen, wenn man gewisse Vorkehrungen getroffen hat.
  • Die Statistik und das „Lesen können“ von Statistiken und Analysetools ist sehr wichtig. Nur dann kann man auch die richtigen Schlußfolgerungen ziehen und optimal handeln. Hier habe ich Schwächen und kann nur rudimentäre Dinge aus den Zahlen herauslesen.
  • Ich habe erfahren, wie man eine Nischenseite erstellt und wie die Suchmaschinen auf Inhalte und Keywords reagieren. Für mich ist ein nebulöses Etwas deutlich klarer geworden. Diese Erfahrung hat mir sozusagen eine Tür aufgestoßen.

Welche Vemarktungsmaßnahmen hast du durchgeführt und wie wichtig war die Suchmaschinenoptimierung?

Ich bin wie die allermeisten beim Amazon Partnernet gelandet.

Anfänglich bildete ich mir ein ich müsste einen besonderen Weg gehen. Es sollten spezielle Angebote sein, sozusagen die Cremé de la Cremé der Einkaufsempfehlungen. Es sollte der Ruf entstehen, auf meiner Seite gibt es die besten Einkaufstipps. Ein Irrgedanke und Irrweg.

Die meisten Anbieter relevanter Produkte sind alle bei Amazon oder einer Affiliateplattform vertreten und haben, bis auf wenige Ausnahmen, kein eigenes Partnerprogramm.

Die allermeisten Produkte, die ich empfehle, stammen aus dem Amazon Partnernet. Diese Produkte habe ich alle von Hand eingebaut und mit eigenen Beschreibungen versehen, bzw. vergleichbare Daten gegenüber gestellt. Des weiteren habe ich zum Beispiel bei den Springbrunnen errechnet was diese oder jene Pumpe für Kosten erzeugt. Ein Plugin für Amazon habe ich nicht benutzt.

Neben den einzelnen Artikeln nutze ich auch den aStore von Amazon. Noch bringt es nicht den Erfolg wie gedacht, aber es gibt erfolgversprechende Ansätze. Das Thema aStore und die Optimierung für die Vermarktung wird mich noch eine Weile beschäftigen.

Des weiteren habe ich einen Fanshop mit Spreadshirt für den Frosch erstellt. Dieser Fanshop ist noch rudimentär und es könnte mehr sein. Aber das darf ja alles wachsen und wird sicher irgendwann weiter ausgebaut. Es gab Interesse, aber noch keine Verkäufe.

Die Seitenleiste ist für mich wichtig. Zwar rutscht die bei Smartphonenutzern nach unten, aber das sind nur wenige Prozent. Im Widgetbereich gibt es eine Mischung aus „beste Produkte“ und weiteren Querverweisen zu Artikeln.

In allen Artikeln wurde ein Zählpixel der VG-Wort eingebaut. Ich kann mir gut vorstellen, dass das zusätzliche Einnahmen generiert.

Eine Suchmaschinenoptimierung auf Produkte hin, habe ich nicht oder kaum durchgeführt. Die Suchmaschinenoptimierung ist auf Inhalte ausgelegt.

Ab und an bewerbe ich ein Produkt über Facebook.

Wie hat sich deine Nischenwebsite bisher entwickelt?

Die Seite hat sich bisher sehr gut entwickelt. Die Besucherzahlen steigen immer noch, zumindest wenn es keine Feiertagsdelle gibt. Die Rankings sind immer noch im Steigen. So bin ich vielfach bei relevanten Suchbegriffen vorne zu finden. Das Hauptkeyword ‚Miniteich‘ ist auf Platz 5 zu finden.

Aber Miniteich hatte ich gar nicht vor, dachte nicht dass ich es auf Seite 1 schaffe. Ich wollte mit Longtails wie ‚Miniteich kaufen‘ vorne ranken und das tue ich seit längerem schon auf Platz 1.

Die Verkäufe halten sich allerdings im unteren Bereich. Das liegt sicher auf der einen Seite daran, dass die Hauptsaison im Grunde vorbei ist und ich kein Experte darin bin, wie man etwas vermarktet. Ein Schwachpunkt, dessen ich mir bewusst bin. Hier heißt es einfach experimentieren und schauen was andere machen.

Um die Saison zu verlängern, ist eine Nischenseite zur Nischenseite geplant. Es wird „Froschgeschenke.de“ entstehen. Eine Seite die die Sympathiefigur aus Miniteich-Ratgeber aufgreift und den Leser von Miniteiche auf Forschgeschenke hinweist. So hoffe ich dass ich auch neben der Saison noch Verkäufe tätigen kann.

Ansonsten werde ich schon von der einen oder anderen Seite freiwillig verlinkt. Was für mich die Bestätigung für gute Inhalte ist.

Was ist dein Fazit?

Ein Fazit muss sein, weil 13 Fragen lässt man nicht stehen, das bringt Unglück. ;)

Die öffentliche Challenge ist eine hervorragende Möglichkeit um diszipliniert eine Nischenseite umzusetzen. Sie erzeugt den nötigen Druck, um am Thema zu bleiben.

Für mich hat sich die Challenge gelohnt. Ich habe eine gute Seite, ich habe Umsätze (wenn auch im niedrigen Bereich) und vor allem hat sich ein Netzwerk oder gar Freundschaften gebildet. Aus diesem Netzwerk heraus wird noch das eine oder andere Projekt umgesetzt werden.

Danke Roland für das Interview

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2 Kommentare “Nischenwebsite-Layout, Texte, Probleme & mehr – NSC-Interview Teil 2”

  1. Danke für die Einblicke in die Website und Glückwunsch für das gute Ranking bei Google. In der Tat würde ich es als Herausforderung sehen das Keyword und die Website mit dem Thema Miniteich zu vermarkten. Aber wie ich sehe, funktioniert das doch recht gut.

    Viel Erfolg noch!

  2. Finde die Idee mit dem Frosch als T-Shirt zu verkaufen sehr gut. Auch das du eine Nischenseite aus der Nischenseite heraus machen willst, wirkt für mich sehr durchdacht.
    Viel Erfolg dabei. Gutes Interview

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