Tipps für Nischenseiten-Betreiber – Amazon PartnerNet im Interview

Tipps für Nischenseiten-Betreiber - Amazon PartnerNet im InterviewAuch in diesem Jahr konnte ich das Amazon PartnerNet als Sponsor für die Nischenseiten-Challenge gewinnen.

Das ist auch sehr passend, nutze ich doch auf vielen meiner Nischenwebsites das Amazon Partnerprogramm mit großem Erfolg.

Im Folgenden erfahrt ihr etwas über das PartnerNet und es geht um praktische Tipps, Probleme und mehr beim Aufbau einer Nischenwebsite.

Bitte stellen Sie sich meinen Lesern vor.

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Wir betreuen als Team das Partnernet von Amazon.de – Hunderttausende von Partnern, die Geld mit der Verlinkung zu den fünf europäischen Amazon Websites verdienen. Unsere Hauptaufgabe ist es, viele Inhalte bereitzustellen, die Partner ausführlich über Online Marketing, Affiliate Marketing und alle Themen rund um den Betrieb sowie die Monetarisierung von Websites informieren.

Unser Team besteht aus Experten aus den Bereichen Online Marketing, Sales und Software Entwicklung – viele von uns sind seit über 10 Jahren im Affliate Marketing aktiv. Darüber hinaus hat auch jeder von uns einen eigenen Blog oder betreut eine Nischenseite – die dort gemachten Erfahrungen teilen wir gerne mit unseren Partnern.

Amazon ist auch dieses Jahr wieder Sponsor der Nischenseiten-Challenge. Warum sind Sie wieder dabei?

Ein wichtiger Fokus des Amazon Partnerprogrammes ist es, Betreiber von kleineren Websites zu unterstützen. Hierzu zählen in den letzten Jahren vor allem Nischenwebsites, die sich um spezielle Themen und zugehörige Produkte drehen.

Diesen Websites bieten wir attraktive Möglichkeiten zur Monetarisierung, und wir möchten den Dialog verstärken, um die Anforderungen dieser Partner noch besser kennenzulernen und ihnen maßgeschneiderte Informationen zum erfolgreichen Betrieb von kleineren Websites bereitstellen.

Hat sich im Affiliate Marketing in den letzten 12 Monaten etwas Wichtiges verändert?

In unseren Augen sind die wesentlichen Änderungen der letzten Jahre eine stetige Orientierung hin zu einem wirklichen Mehrwert für den Endkunden und Merchant. Wir erwarten, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Wir sind begeistert von Publishern, die ihren (und damit unseren) Endkunden einen klaren Mehrwert durch einzigartige Inhalte bieten. Das macht schlussendlich solche Partnerschaften dann auch für alle Seiten profitabel.

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Google scheint aktuell gegen schlechte Affiliate-Websites vorzugehen. Worauf sollten Affiliates achten, um Abstrafungen zu vermeiden?

Einzigartige Inhalte von guter Qualität sind unserer Meinung nach langfristig ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal. Für Konsumenten ist es wünschenswert, dass hochwertige Websites, die sich inhaltlich um spezifische Themen kümmern, in den Suchergebnissen vor minderwertigen stehen. Wer einfach Inhalte von Amazon und anderen Händlern bzw. Websites kopiert und nur ein paar Stichwörter hinzufügt, der bietet dem Konsumenten keinen Vorteil und landet somit in den Suchergebnissen zunehmend auf den hinteren Plätzen.

Es ist also entscheidend, dass der Website Betreiber eigene Inhalte schafft, und dem Konsumenten Zusatzinformationen bietet statt nur eine reine Weiterleitung.

Wie kann man grundsätzlich die Qualität der eigenen Nischenwebsite sicherstellen?

„Start with the customer and work backwards“ ist ein Amazon Leitsatz, der auch für Nischenwebsites sehr relevant ist. Es muss von Beginn an klar sein, welche Konsumenten angesprochen werden sollen und welche Informationsbedürfnisse diese üblicherweise haben. Es sollte entsprechend auf der Website darum gehen, diese Fragen umfassend und aus allen Richtungen zu beantworten. Hierdurch stellt man den entsprechenden Traffic basiert auf den Suchanfragen der Konsumenten sicher.

Wichtig ist aber auch eine klare und verständliche Sprache, gute Rechtschreibung und sinnvolle interne Verlinkungen. Auch die Menüführung und Usability ist wichtig, denn der Besucher der Website muss sich auf dieser zurechtfinden und zügig die Antwort auf seine Suchanfrage finden.

Was sind wichtige langfristige Erfolgsfaktoren für Affiliate-Websites?

Einzigartige Inhalte, die einen Mehrwert für den Besucher bieten und gut aufbereitet sind.

Welche wichtigen Schritte sollte man als neuer Nutzer im Amazon PartnerNet durchführen?

Wichtig ist, dass die Informationen im Partnerkonto immer korrekt und auf dem aktuellen Stand sind. Hier müssen u.a. die Websites eingetragen sein, von denen man Besucher zu Amazon sendet, und Zahlungsinformationen hinterlegt sein.

Partner sollten sich mit dem Reporting vertraut machen, damit sie auswerten können, welche Artikel und Links erfolgreich sind und wo Optimierungsmöglichkeiten liegen. Oft gibt es auf der eigenen Site Artikel mit vielen Besuchern, die aber nicht optimal konvertieren. Dies kann man erkennen, wenn man sein Google Analytics Daten und das Amazon Reporting betrachtet.

Das allerwichtigste ist es allerdings, dass man prüft, ob die Links korrekt sind und vor allem auch die Clicks von Amazon erkannt werden. Oft erleben wir, dass die Links keine TrackingID enthalten und somit nicht erkannt werden können.

Welche typischen Probleme haben gerade Einsteiger beim Affiliate Marketing?

Der Aufwand wird oft unterschätzt und die Seite wird dann niemals ganz fertig. Der Einbau eines Affiliate Links auf die eigene Seite ist nicht schwer, aber die Website muss vor allem Besucher generieren. Hier ist es wichtig, von Beginn an einen Plan zu haben, welche Besucher auf die Seite kommen sollen und wie dies dann monetarisiert wird. Das ganze sollte entsprechend skalieren können und trotzdem nur so umfassend sein, dass man mit vertretbarem Zeitaufwand die Seiteninhalte erstellen und pflegen kann.

Welche Verstöße sollte man vermeiden, wenn man das Amazon Partnerprogramm nutzt?

Partner müssen sich an das „Operation Agreement“ – also die Teilnahmebedingungen – halten. Verboten sind Rückvergütungen in jedweder Form (z.B. Cashback), das Maskieren der URL, die Besucher an Amazon weiterleitet oder ein Routing der URL.

Partner, die Websites auf Basis von Tools aufbauen wollen, die „einen schnellen Verdienst“ versprechen, sollten sich dies sehr genau anschauen. Oft zahlen Partner für solche Tools einmalig einen Betrag und sind dann überrascht, wenn diese Seiten von uns nicht akzeptiert werden, weil einfach kein Mehrwert geschaffen wird oder die Integration gegen unsere Teilnahmebedingungen verstößt. Deshalb ist der Einsatz solcher Tools kritisch zu prüfen. Ein Erfolg im Affiliate Marketing fällt nicht vom Himmel, sondern bedarf auch eigener Arbeit.

Wie kann man Amazon-Produkte am besten auf der eigenen Nischenwebsite präsentieren?

Wir schlagen vor, dass man eine Anbindung über die Amazon API herstellt. Hier gibt es auch viele PlugIns die sich der API bedienen. Über die API kann man jeweils aktuell den Produktpreis, Bilder, Lagerbestand und viele andere Parameter abfragen.

Wir empfehlen dann eine Darstellung, die klar darauf hinweist, dass man zu Amazon gelangt, den aktuellen Preis sowie den Streichpreis beinhaltet sowie idealerweise nicht ein Produktbild von Amazon, sondern eines, dass man selber aufgenommen hat. Damit bietet man einen weiteren Mehrwert und schafft Vertrauen.

Es empfiehlt sich zudem – wenn man genügend Besucher hat – über einen A/B Test mehrere Varianten der Integration zu testen.

Danke für das Interview

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21 Kommentare “Tipps für Nischenseiten-Betreiber – Amazon PartnerNet im Interview”

  1. Klare Aussage gegen das Maskieren von Links. Kennt jemand eigentlich einen konkreten Fall, wo jemand wegen der Verwendung von Pretty Links aus dem Partnerprogramm ausgeschlossen wurde? Ich finde das Tool unheimlich praktisch, um nicht bei jeder Neuauflage eines Reiseführers alle Links manuell aufspüren und einzeln händisch anpassen zu müssen. Oder kennt jemand dafür eine amazonkonforme Alternative?

  2. Vielen Dank für das Interview. Amazon empfiehlt ja hier einerseits den Einsatz von API Plugins, weist aber andererseits auf kritische Tools hin, dessen Integration gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen.

    Sind damit auch solche Plugins gemeint, die zusätzliche Infos wie Sternebewertungen oder weitere Produktfotos per Crawl von den Amazon Produktseiten abfragen?

    Es wäre wirklich super, von Amazon eine Stellungnahme zu erhalten, welche Plugins und Affiliate Themes denn mit den Richtlinien konform sind, um den Parnetnet Account nicht zu gefährden.

    1. Ich glaube nicht, das Amazon hierzu verbindliche Aussagen treffen wird. Wahrscheinlich würde hier keines „Stand“ halten, mindestens die Sternebewertung wird überall über die Webseite ausgelesen.

      Jeder muss selbst entscheiden ob er diese „extra“-Funktionen verwenden möchte.
      Ich (und das schreibe ich auch in meinem Plugin) empfehle es ausdrücklich nicht. Amazon hat diese Informationen vor Jahren nicht ohne Grund aus der offiziellen API entfernt.

      1. Ich erinnere mich auch noch an den Aufschrei vieler Webmaster als Amazon die Sternebewertung aus der API entfernt hat. Ein wirklicher Grund wurde damals leider nicht genannt.

        Ich nutze diese Information seitdem auch nicht mehr. Gleichzeitig sehe ich aber unzählige Webseiten bzw. Plugins, welche die Sterne trotzdem anzeigen und überlege, diese ebenfalls wieder einzubinden.

        Leider wird dieses Problem nur selten angesprochen aber wenn Amazon wegen der verwendeten „Workarounds (die Bewertungen von der Webseite auszulesen)“, Accounts schließen sollte, ist das Geschrei sicher groß.

        Deswegen hoffe ich im Rahmen der NSC auf eine offizielle Stellungnahme, ob das nun zulässig ist oder nicht.

  3. Das schliesst ja das Plugin Pretty Links aus. Was ist mit Short Links? Das ist ja auch sowas ähnliches. Welche WordPress Plugins nutzt ihr mit der amazon api?

    Gruß Metin

  4. Hallo,
    wieder ein sehr interessanter und hilfreicher Beitrag.
    Danke für die Infos.Wer eine Nischenwebsite aufbauen will, soll zuerst diese tolle Tipps lesen.
    Liebe Grüße,
    Leon

  5. Seit wann darf man die Links nicht mehr maskieren?
    Als Webmaster schaue ich mir immer mal wieder die Links bei anderen Seiten an.
    Fast immer ist es /go/xyz oder /zu/xyz etc. sprich die Links sind alle maskiert :D

  6. Hey Peer,

    interessantes Interview. Ähnlich wie die anderen Kommentatoren würde ich gerne aber noch einige Fragen an Amazon Partner vertiefen und mir eindeutige Antworten wünschen. Zum Beispiel:

    – Wie weit darf die Linkkürzung / Maskierung gehen?
    – Wie weit muss bei einem Angebot ersichtlich sein, dass es von Amazon kommt?
    – Wie sieht es mit den Rating Stars aus? Darf ich dir mir von Amazon grabben?
    – Wenn ich bei Amazon einen „ab“ Preis angeben… darf ich da auch gebrauchte Artikel mit einbeziehen?

    Vor einiger Zeit, hattest du doch Fragen deiner Leser zum Partnerprogramm angefordert, die du gesammelt an Amazon übergeben wolltest, wenn ich mich recht erinnere. Gab es dazu schon einen Artikel?

    Gruss, Chris

    1. Zu deinen Fragen:
      1. die Amazon-eigene Kurz-URL und bit.ly darf zum Maskieren genutzt werden.
      2. Das sollte immer erkennbar sein, nicht nur bei Amazon.
      3. Eigentlich nicht.
      4. Eine Preisangabe sollte immer korrekt sein, so dass ich (außer bei Büchern wegen der Buchpreisbindung) immer die Preise per Widget oder API aktuell auslesen würde. Was gebrauchte Artikel angeht, so würde ich da extra drauf hinweisen.

      Einen Antwort-Artikel gab es schon:
      https://www.selbstaendig-im-netz.de/2015/12/09/affiliate-marketing/maskierung-produktbilder-api-zukunft-antworten-vom-amazon-partnernet-teil-1/

      Ein weiterer ist in Arbeit.

      1. Hallo Peer,

        du hast es ja nun auch bestätigt, dass das Grabbing der Sternebewertungen nicht erlaubt ist. Damit stellen die meisten Amazon Plugins und Themes leider ein echtes Risiko dar, die genau das tun.

        Es wäre super, wenn du fürs nächste Interview mit deinem Amazon Kontakt über eine Lösung zu der Problematik sprechen könntest.

        Eine Aufnahme der Star Ratings in die API etwa würde das Problem aus der Welt schaffen.

  7. Anscheinend wird es auch nicht als maskieren gewertet, wenn beim Mouseover gar kein Link-URL angezeigt wird. Wer sich also scheut den direkten Link zu Amazon anzuzeigen, der sollte mal diese Technik versuchen, siehe hier:

    vergleich.org/funkwecker/

    1. Erstens wird der Link dann nur funktionieren, wenn der Besucher JavaScript aktiviert hat (außer der Link ist zuerst da und wird dann mit Javascript entfernt) und zweitens ist vergleich.org vor allem ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen soll (z.B. ne Lupe einblenden, wenn man über ein Bild fährt und dann aber zu Amazon leiten). Vielleicht ist es bisher keinen aufgefallen, vielleicht wird auch bei so großen Portalen eher mal ein Auge zugedrückt, ich weiß es nicht. Aber nur weil es jemand macht, ist es nicht erlaubt ;)

  8. Bin sozusagen noch ein Anfänger was das Thema Nischenseiten anbegeht. Doch bin ich vollauf begeistert was Amazon so alles für seine Affiliate Partner bereit stellt. Davon können sich andere mal ne Scheibe abschneiden.

  9. Ich arbeite schon seit Jahren mit dem Amazon Partnerprogramm und konnte schon einige Einnahmen damit erzielen. Ich finde es super leicht Links zu erstellen, um die auf die eigene Website einzubinden. Super interessantes Interview, wovon ich sicherlich das ein oder andere mitnehme und auf meine Nischenseiten anwenden werde. Vielen Dank.

  10. Hey Peer,
    mal wieder vielen Dank für das Interview.

    Ich kann die Sache mit dem Maskieren der Links irgendwo nicht ganz nachvollziehen.

    Wenn ja durch Kennzeichnung eh ohnehin ersichtlich ist, dass der Link zu Amazon führt (bspw. durch ein „bei Amazon“) weiß der User ja, wo er nach Anklicken des Links landet.

    Wie bereits in anderen Kommentaren hier erwähnt, sieht man die Nutzung von Funktionen wie http://www.einerbeispielseite.de/go/produkt oder …/out/produkt ja wirklich auch bei den großen Seiten wie Vergleich.org oder Schnaeppchenfuchs.com.

    Die Nichtnutzung solcher Tools würde die Linkspflege / -anpassung auch immens (!) erschweren. Schließlich müsste man ja überall die Links händisch korrigieren, was schnell irrsinnig viel Aufwand entstehen lassen würde.

    Probleme sehe ich übrigens auch beim Eintragen der Webseiten im Partnernet. Was ist zu tun, wenn man eine Vielzahl an Seiten hat. Im Partnernet steht ja unter „Mein Konto“ und „Ändern von URL“ kleingedruckt: „Ihre Webseite, Ihr Blog, Ihr Twitter-Feed etc.
    Wenn Sie mehr als eine Website haben, nennen Sie bitte Ihre Top 5 Webseiten.“

    Wirklich alle Seiten lassen sich somit nicht immer eintragen oder soll man dann einen weiteren Partnernet Account eröffnen?

    Beste Grüße
    Nic

  11. Dank für das schöne Interview. Es gab auch schon Abmahnungen, weil ein Affiliate Plugin die Bilder via Amazon-API eingebaut hat. Die Bilder werden dann beispielsweise in WordPress im Upload-Ordner gespeichert, sind also via Link auffindbar. Das wurde abgemahnt. Da sollte nachgebessert werden.

    1. Das Problem ist hier aber nicht die Amazon API, sondern das lokale Speichern der Bilder. Ich nutze auch die Amazon API, baue aber nur den von Amazon bereitgestellten Bilder-Code ein. Das heißt, das Bild liegt weiterhin bei Amazon und ich binde es nur ein. Lokal speichere ich die Produktbilder nicht.

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